Art Journal,  Bilder,  Glaube

Mein Wort für 2019

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, ein Wort für 2019 auszusuchen. Es war für mich vollkommen ok (und warum auch nicht), keines zu haben.

Aber dann kam es einfach zu mir, das Wort, und ich wusste: Das ist es.

Schon Ende des letzten Jahres ist mir Lobpreis wieder neu wichtig geworden. Ich verspürte eine große Sehnsucht danach und fing an, wieder mehr Lobpreismusik zu hören, Anbetungspsalmen zu lesen und im Gebet stärker das Gotteslob zu betonen. Das hat mir Gott einfach aufs Herz gelegt.

Dann beschäftigte mich immer wieder der Gedanke, was wirklich wichtig ist in meinem Leben und in meinem Alltag und worauf ich mich fokussieren, ausrichten möchte. Es passiert so schnell, dass ich total von Ideen und Plänen und Träumen und Arbeit (ich liebe das, was ich tue sehr und wünsche mir natürlich, dass mein Business wächst!) eingenommen bin und alles andere vergesse. Manchmal fällt es mir schwer, mich am Nachmittag wirklich auf die Kinder einzulassen, weil ich so gern noch dies und das arbeiten/fertig machen/überlegen… würde…

Und viel zu oft ertappe ich mich bei größenwahnsinnigen Tagträumen und Zukunftsfantasien von meiner florierenden Selbstständigkeit – anstatt Gott zu fragen, was Er eigentlich vorhat, was Seiner Meinung nach die nächsten Schritte sind. Ich mache mir Sorgen, warum mein Blog “nur so wenig Leser” hat, warum manche Produkte nicht so gut laufen, ob ich jemals wirklich Erfolg haben werde… Dabei möchte ich doch mit dem, was ich tue vor allem Ihn verherrlichen und loben!

Ja, das ist mir ein Anliegen: dass mein ganzes Leben Anbetung ist.

Und dann stand ich eines Mittags in unserer Küche, das Essen köchelte auf dem Herd vor sich hin und im Radio lief ein Lobpreislied. Während ich mitsang und die Augen schloss und die Hände erhob, wurde mir auf einmal klar: Das ist das Wort, mit dem ich 2019 überschreiben möchte.

Anbetung.

Das soll mein Motto sein und das Ziel.

Ich will nach dem trachten, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist. (Kolosser 3,2) Das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit soll meine Priorität sein – und ich vertraue darauf, dass Gott mich mit allem versorgt, was ich brauche (Matthäus 6,33). Egal, was ich tue, es soll zu Gottes Ehre sein (1. Korinther 10,31).

Gott allein ist es wert, dass wir ihn anbeten mit allem, was wir sind und tun und haben.

Ob mit dem Kochlöffel oder dem Aquarellpinsel, ob mit unserer Stimme oder unseren Händen – zu Hause und am Arbeitsplatz – im Umgang mit unseren Kindern und einem Fremden – öffentlich oder still im Verborgenen – mit vielen Worten oder einem aufmunternden Lächeln – wir alle sind dazu aufgefordert, einen Lebensstil der Anbetung einzuüben. Da, wo wir sind, mit dem, was Gott uns geschenkt hat.

Wie passend, dass am selben Tag, als das Wort mich fand, ein Wanderlust-Video von Kasia erschien, bei dem es auch um ein Wort für das Jahr ging! Ich habe also seit sehr langer Zeit mal wieder meine Acrylfarben rausgeholt und eine Art Journal-Seite gestaltet.

Wenn ich das in Zukunft tue: Malen, Art Journaling, Schreiben, was auch immer – ich möchte es noch bewusster tun. Mir vorher einen Moment der Stille nehmen, ein Gebet sprechen, vielleicht eine Kerze anzünden, und Gott einladen. Mir bewusst machen, dass jeder Pinselstrich, jeder Absatz, jedes Wort ein Akt der Anbetung sein kann und sein soll. Dass es dabei nicht um mich geht, um Erfolg oder Anerkennung. Es soll für Ihn sein.

Zu Seiner Ehre.

Hast du auch ein Wort für dieses Jahr? Wie bist du darauf gekommen? Wie begleitet es dich durch die Tage und Wochen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.