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Ahoi, little boy – eine maritime Baby-Party

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Im Herbst werde ich noch zweimal Tante – sowohl bei meiner Schwester als auch bei einem meiner Brüder kündigen sich Nachwuchs an! Für meine Schwester und ihren Mann ist es das erste Kind (ein kleiner Junge) und da habe ich beschlossen, ihr eine Baby-Party auszurichten. Bei uns zu Hause. Mit allem, was dazu gehört.

Ich habe selbst zwei Baby-Partys feiern dürfen, die eine liebe Freundin für mich organisierte, und da ich mich so gern daran erinnere, wünschte ich dieses Erlebnis auch meiner Schwester in ihrer Schwangerschaft. Mal ganz abgesehen davon, macht es mir auch Spaß, eine Party zu planen und auszurichten…

Schön war schon im Vorfeld das Engagement aller Gäste: Die allermeisten sagten sofort zu; unsere Mama und unsere Schwägerin reisten aus anderen Bundesländern an, Buffetbeiträge wurden angeboten und Materialien mitgebracht; die Windeltorte musste ich nicht selbst machen.

Zur Begrüßung gab es für die werdende Mama ein Glas alkoholfreien Sekt und eine Schärpe – ich bin sehr froh, dass ich diese hübsche Variante gefunden habe!

Für euch zur Inspiration für künftige Baby-Partys habe ich zusammengestellt, wie die Deko aussah, was es auf dem Buffet gab und wie wir das Programm gestaltet haben. Ich habe mich auch diesmal im Vorfeld auf Pinterest umgesehen und ein extra Board für Baby-Partys angelegt – ich finde es immer gut, zu sehen, was es so gibt, und dann die Ideen auf die eigenen Vorstellungen und Gegebenheiten anzupassen.

Die Deko

Wie man so eine Luftballon-Girlande macht, musste ich tatsächlich erst im Internet recherchieren: Man fädelt die Luftballons mit Nadel und Faden auf. Nur so wird die Girlande schön voll. Wieder was gelernt! (Und man braucht dafür wirklich viele Ballons!)

Im Blumenladen fand ich unter anderem tolle blaue Disteln und Schleierkraut, einigermaßen passend zum maritimen Motto.

Und ansonsten bestand die Deko aus Papierfächern in verschiedenen Blautönen, Muscheln, dem Letterboard und einer schlichten Girlande mit dem Schriftzug “You are so loved” (die habe ich meiner Schwester nach der Party fürs zukünftige Kinderzimmer mitgegeben). Ich versuche normalerweise, für die Partydeko möglichst wenig zu kaufen und stattdessen mit dem auszukommen, was ich schon zu Hause habe – und bestimmte Elemente, wie z.B. die Papierfächer, lassen sich auch immer wieder verwenden.

Das Buffet

Schon bei der Buffet-Planung war mir klar, dass es wohl ein heißer Tag werden würde – und da hat man eher wenig Appetit auf schwere Torten… Deshalb hielten wir die Auswahl an Snacks klein und leicht: Eine Freundin meiner Schwester bereitete Tomate-Mozzarella-Spieße vor, eine andere brachte selbst gebackene Pasteis-de-nata mit. Unsere Mama steuerte eine Wassermelone bei (was gibt es Besseres bei 37°?) und ich machte herzhafte Käse-Füße (nach diesem Rezept) und kleine, feine Beeren-Tartelettes.

Beeren-Tartelettes mit Vanillecreme

Für die Tartelettes (48 Stück):

  • 250g Mehl
  • 75g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 125g Butter

zu einem glatten Teig verarbeiten, diesen am Besten eine halbe Stunde kühl stellen. Den Teig dann halbieren und eine Hälfte in 24 möglichst gleich große Stücke teilen.

Eine Mini-Muffin oder Cupcake-Form (24er) einfetten und die Teigstücke in die Mulden drücken. Wenn möglich, die Form 1 Stunde lang tiefkühlen (dann sinkt der Teig beim Backen nicht ein) und anschließend bei 200°C für 8-12 Minuten backen, bis die Tarteletts leicht gebräunt sind.

Kurz in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig mit einem Messer aus der Form lösen und erkalten lassen. Mit der anderen Teighälfte ebenso verfahren.

Für die Creme:

  • 2 Päckchen Backfeste Puddingcreme (Vanille-Geschmack)
  • 200ml Milch
  • 400ml Schlagsahne
  • ca. 500g gemischtes Beerenobst

Das Cremepulver mit Milch und Schlagsahne nach Packungsanweisung aufschlagen und anschließend mit einem Löffel auf die Tartelettes verteilen.

Das Beerenobst waschen und verlesen, evtl. klein schneiden und auf die Creme verteilen. Bis zum Servieren kalt stellen.

Um die Trinkgläser und Strohhalme (wir haben seit kurzem welche aus Glas, die ich wirklich toll finde!) während des Nachmittags auseinanderhalten zu können, habe ich sie mit unterschiedlich gemusterten Masking Tapes markiert.

Getrunken wurde hauptsächlich das aromatisierte Wasser aus den Wasserspendern, einmal mit Minze und Zitrone, einmal zusätzlich mit TK-Himbeeren versetzt (die verstopften leider irgendwann den Hahn, sodass wir das Wasser mit einer Kelle aus dem Wasserspender schöpften). Ich füllte mehrmals Eiswürfel nach, so blieb das Wasser schön erfrischend.

Limonaden, Säfte und Cold Brew Coffee (nach diesem Rezept von Miriam) bewahrte ich wegen der Wärme im Kühlschrank auf, von dem sich die Gäste einfach bedienen konnten.

Das Programm

Bei der Gestaltung des Party-Programms war mir vor allem wichtig, peinliche oder alberne Spielchen zu vermeiden und stattdessen Gemeinschaft und Wertschätzung zu stiften und bleibende Erinnerungen zu schaffen. Die meiste Zeit verbrachten wir mit dem Auspacken der Geschenke, mit Essen und Trinken und Gesprächen. Da die meisten der Anwesenden selbst Mütter waren, drehte sich alles um Schwangerschaft und Babys 🙂

Eine Windeltorte gab es natürlich auch – liebevoll gebastelt von einer Freundin meiner Schwester.

Aber ein paar Programmpunkte habe ich mir natürlich überlegt, das gehört zu einer Baby-Party einfach dazu. Es war ziemlich heiß an diesem Tag, also war es gut, dass wir uns für keine der Aktionen besonders viel bewegen mussten 🙂

“Photo-Box” mit Props

Gerade bei einer Baby-Party sind Erinnerungsfotos total wichtig. Ich habe eine Wand mit einer kleinen Buchstabengirlande und ein paar bunten Fächern dekoriert, damit sie uns als Fotohintergrund dienen konnte. Außerdem habe ich eigene Photo Props gebastelt. Ursprünglich wollte ich welche kaufen, aber die handelsüblichen Varianten gefielen mir nicht wirklich, also machte ich eigene, aus Aquarellpapier und langen Schaschlikspießen.

Neben Handyfotos machten wir auch zahlreiche Polaroidbilder, mit und ohne Photo Props 🙂

Who-is-who: Babyfotos raten

Für das Babyfotos-Raten ließ ich mir vor der Party von allen Gästen ein Baby- oder Kleinkindfoto zuschicken. Diese druckte ich alle in gleicher Größe und Schwarz-Weiß aus und bastelte eine Girlande daraus. Jedes Bild wurde nummeriert – und dann musste geraten werden.

Fingerabdruck-Bild

Ich finde es schön, wenn im Rahmen einer Party etwas Bleibendes entsteht, von dem die werdende Mutter (und später auch das Kind selbst) noch lange etwas hat. Dieses kleine Bild mit Wal, der an Fingerabdruck-Luftballons in den Himmel steigt, ist eine Erinnerung an die Baby-Party und gleichzeitig ein hübscher Wandschmuck fürs Kinderzimmer.

Der Klassiker: Bodys bemalen

Auch von diesem Programmpunkt haben Mutter und Kind noch lange was: Wir bemalten Bodys in verschiedenen Größen. Das machte allen Spaß (besonders vielleicht meiner Tochter…) und es entstanden richtig tolle Kunstwerke.

Ich bat die Gäste, wenn möglich, eigene Stoffmalstifte mitzubringen, und bestellte die weißen Bodys im Internet – auf diese Weise ist die Aktion recht erschwinglich.

Nach der Party habe ich die getrockneten Bodys gebügelt und noch einmal gewaschen, dann kann mein kleiner Neffe sie schon ganz bald tragen 🙂

Den Entbindungstermin raten

Wann der kleine Junge geboren werden wird, ist noch ein Geheimnis – aber ein bisschen spekulieren kann man ja!

Ich bereitete Postkarten vor, für jeden Gast eine. Jede konnte ihren Tipp abgeben und im Empfängerfeld ihre Adresse aufschreiben. Wenn das Baby auf der Welt ist, wird meine Schwester die Postkarte an diejenige zurückschicken, die am Besten geraten hat. Was genau die Gewinnerin als Preis bekommt, darf meine Schwester entscheiden.

Gute-Wünsche-Girlande

Noch eine Idee für ein Geschenk, das bleibt: die Gute-Wünsche-Girlande.

Jeder Gast schrieb einen guten Wunsch auf eins der Boote, die ich nach der Party mit einem Stück Bäckergarn als Girlande zusammenband. Auch schön fürs Kinderzimmer!

Das war die maritime Baby-Party für meine Schwester.

Es war – trotz der unfassbaren Hitze an diesem Tag – eine richtig schöne Feier, mit viel Liebe, Kreativität und Segenswünschen, die der werdenden Mama hoffentlich in ganz besonderer Erinnerung bleiben wird. Und vielleicht könnt ihr ja auch die eine oder andere Idee bei einer Baby-Party (oder auch zu anderen Anlässen) aufgreifen.

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