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Zwischen Feiern und Zagen – im Moment

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Mai und Juni waren und sind sehr intensive Monate – es gab einiges zu feiern und so viel Schönes, gleichzeitig gibt es auch schwere Brocken zu verdauen. Wahrscheinlich ist es einfach so im Leben: Freud und Leid liegen nahe beieinander. Davon möchte ich dir heute ein bisschen erzählen. Schön, dass du da bist!

Mein Baby ist 3!

Ende Mai haben wir tatsächlich schon den 3. Geburtstag unseres jüngsten Familienmitgliedes gefeiert! Ich kann es kaum glauben, dass mein Baby nun kein Kleinkind mehr ist. Es kommt mir wie gestern vor, dass ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt – und jetzt besteht mein kleiner Sohn energisch darauf, nicht “klein”, sondern “mittelgroß” zu sein 🙂

Das Geburtstagskind wünschte sich eine Löwen-Party, und die gab es dann natürlich auch! Wir haben dieses Jahr noch auf einen Kindergeburtstag verzichtet und stattdessen mit den Paten und einem Teil meiner Familie gefeiert. Das war sehr schön und deutlich stressfreier so.

Wir sind sehr dankbar für nun schon drei Jahre zu fünft, unendlich dankbar für unseren kleinen mittelgroßen Wildfang, der uns alle mit seinem Witz und seinem Charme verzaubert, der uns an unsere Grenzen bringt und darüber hinaus, und der uns einfach noch gefehlt hat!

Europa und die Demokratie feiern – jetzt erst recht!

Nur zwei Wochen später gab es schon wieder einen Grund zum Feiern: Die Europa-Wahl. Wir machen es immer so, dass wir Wahlsonntage zelebrieren, mit einem Familienspaziergang zum Wahllokal und leckerem Kuchen hinterher. So wird es für unsere Kinder später hoffentlich ganz normal und schön sein, selbst wählen zu gehen und mit ihrer Stimme die Demokratie zu stärken.

Für die Europa-Wahl habe ich extra eine Girlande mit den Flaggen (fast) aller europäischer Länder aufgehängt. Wir haben uns die Europa-Hymne angehört und versucht, den Text zu verstehen, und zum Kaffee nach der Wahl gab es leckere dänische Erdbeer-Törtchen.

Am Abend, als die ersten Ergebnisse auf den Bildschirmen erschienen, war uns leider gar nicht mehr zum Feiern zumute – im Gegenteil. Der Rechtsruck macht uns große Sorgen. Wie soll es nur weitergehen?

Bei allem Zagen – ich will nicht, dass Angst und Misstrauen siegen. Ich finde Europa und auch die EU trotz allem großartig, und ich bin dankbar, dass es diesen Zusammenschluss von Staaten gibt. Wir haben trotz allem Grund zum Feiern: Frieden, Freundschaft, Reisefreiheit… und damit erst Recht einen Grund, uns für Europa einzusetzen. Die Demokratie ist kein Selbstläufer, das sollte uns nun allen klar sein.

Eine Neuentdeckung: Die Story-Funktion meines Smartphones

Im März habe ich mir ein neues Smartphone zulegen “müssen”, weil mein Altes plötzlich den Geist aufgegeben hatte. Glücklicherweise konnte ich den allergrößten Teil meiner Daten retten, inklusive vieler Fotos. In den Tagen um den Geburtstag meines jüngsten Sohnes herum zeigte mir mein Smartphone plötzlich etwas an, das ich bis dahin noch nie gesehen hatte: Eine “Story” mit Fotos aus meiner Galerie, zusammengestellt nach Datum und Motiv. Die erste Story trug den Titel “vor 3 Jahren” und zeigte mir (mit Musik hinterlegte) Bilder meines neugeborenen Sohnes und seinen Geschwistern. So toll! Ich hatte ja keine Ahnung, dass so eine Funktion überhaupt existiert!

Seitdem schaue ich mir nicht mehr nur Storys auf Instagram an, sondern auch Storys mit meinen eigenen Fotos, zusammengestellt von meinem Smartphone. Immer wieder sind da natürlich meine Kinder im Lauf der Zeit zu sehen – mein Hauptfotomotiv – aber mir wurden auch schon Storys zu verschiedenen Stränden oder zum Thema Essen ausgespielt (sehr lustig!). Echt eine schöne Sache 🙂 Kann dein Smartphone das auch (oder bin ich hier die Letzte, die das entdeckt hat)?

Sorgen

Es gab und gibt einiges zu feiern in Mai und Juni – gleichzeitig ist diese Zeit auch eine schwere und unsichere für unsere Familie. Ich möchte gar nicht weiter ins Detail gehen, aber Krankheit und Leiden sind ein ganzes Stück näher an uns herangerückt. Ein Schicksalsschlag hat Menschen getroffen, die uns sehr nahe stehen, und eine große Operation steht an, deren guter Ausgang (natürlich) nicht gewiss ist. Es ist nicht einfach, mit all dem umzugehen, all dies auch den Kindern gegenüber sensibel zu kommunizieren.

Gesundheit ist ein hohes Gut, und wo sie fehlt, gerät einiges ins Wanken. Wir werden nicht jünger – auch wenn es mir komisch vorkommt, dies mit noch unter 40 so zu sagen – wir werden mit unserer Sterblichkeit konfrontiert. Das, was den Menschen um uns herum passiert, kann genauso auch uns treffen. Von einem Augenblick auf den anderen.

Es gibt eine Zeit zum Feiern und Fröhlich sein – und es gibt eine Zeit zum Trauern und Klagen. Und ganz oft sind diese beiden auch miteinander vermischt. An einem und demselben Tag können wir ein Fest feiern und dabei an einen lieben Menschen denken, der nicht mehr mit uns feiern kann. Alles ist gleichzeitig, und doch soll alles seinen Raum haben. Es ist richtig und wichtig, auch dem Schweren seine Zeit zu geben, ehrlich zu sagen, wie es einem geht, Gefühle rauszulassen und zu klagen.

Ich möchte dann aber nicht darin versinken und von all dem Leid erdrückt werden. Ich will das Gute und Schöne noch sehen können, und möchte vor allem das tun, was getan werden kann, anstatt alle Hoffnung fallen zu lassen.

Was können wir tun? Wir können für die da sein, die Krankheit und Leid getroffen haben, können Helfende und Zuhörende und Betende sein. Und wir können vorsorgen für Krisenzeiten, und damit meine ich gesunde Ernährung, Sport und lebendige Beziehungen ebenso wie solche unsexy Dinge wie sich um Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament zu kümmern (echt wichtig!).

Es sind intensive Zeiten, und einmal mehr bin ich dankbar, dass ich auf meinen Vater im Himmel vertrauen darf und mit all den großen und kleinen Dingen des Lebens niemals allein bin.

Pausen zelebrieren

Dreieinhalb Wochen noch bis zu den Sommerferien – das bedeutet noch dreieinhalb arbeitsreiche, mit Terminen und Fristen vollgestopfte Wochen. So sehr ich mich auf die Ferien freue und auf sie hin fiebere, so sehr graut es mir auch vor der kommenden Zeit.

Umso wichtiger ist es mir geworden, mir bewusst Pausen zu nehmen und diese zu zelebrieren. Wir haben im Lehrerzimmer seit einiger Zeit einen kleinen, abgetrennten Ruhebereich mit Sofa und Sesseln, und ich nutze diesen inzwischen sehr gern. In der zweiten Hofpause setze ich mich einfach in einen der Sessel und mache die Augen zu, atme durch und genieße es, für einen Moment mal nicht gebraucht zu werden. Ich habe gemerkt, dass diese 20 Minuten zwischendurch tatsächlich einen Unterschied machen. Wenn ich mir diese Pause nehmen konnte, komme ich nicht (wie sonst) völlig erledigt zu Hause an. 

Trotzdem tut es mir auch nach der Schule gut, Pause zu machen, und diese schön zu gestalten. Ich mache es nicht immer, aber ab und zu zünde ich mir Kerzen an, trinke einen Kaffee und nasche ein bisschen was, während ich durch einen schönen Bildband blättere – das ist für mich der Inbegriff von Entspannung. Die Wäsche im Hintergrund wird währenddessen gekonnt ignoriert, schließlich weiß ich, dass sie mir nicht davon laufen wird. Die Gelegenheiten, eine Pause zu machen, sind dafür viel seltener und flüchtiger, sodass ich immer mehr lerne, sie zu ergreifen.

Ein neues Freebie

Noch ein kleiner Service-Hinweis: Aufgrund diverser Anfragen nach dem Frauenkalender, den Anne und ich für das Jahr 2021 gemeinsam gestaltet haben, haben wir uns entschieden, ihn euch in Form eines Workbooks im PDF-Format kostenlos zur Verfügung zu stellen. Den Kalender selbst gibt es nicht mehr; alle Exemplare wurden verkauft und wir möchten auch keine mehr drucken lassen.

Das Workbook zum Kalender findet ihr zum bequemen Download hier, in meiner Freebie-Bibliothek. Ganz viel Freude damit!

Sommerlektüre gesucht

Ein bisschen ist es noch hin bis zu den Berliner Sommerferien – aber ich bin schon voller Vorfreude am Planen und Organisieren. Meine Kinder haben sich eine “Ferienkiste” gewünscht, so wie ich sie ihnen in den letzten Jahren immer zusammengestellt habe: Eine Kiste mit neuen Büchern und anderen schönen Sachen, die sie in den Ferien ausprobieren und bespielen können. Die Bücher habe ich schon besorgt, ansonsten überlege ich noch, was dieses Jahr in die Ferienkiste kommen soll. Bestimmt drucke ich das Ferientagebuch aus – vielleicht ist das ja auch eine Idee für deine Kinder! Die Datei findest du bei meinen Freebies.

Also, die Kinder sind mit Lesestoff versorgt. Nur mir fehlen noch ein paar gute Bücher für den Sommer. Hast du einen Tipp für mich? Dann schreib ihn bitte unten in die Kommentare, damit wir alle davon profitieren können 🙂 Danke!

Ich wünsche dir einen wunderbaren Start in den Sommer – egal, ob die Ferien bei dir schon begonnen haben, oder ob du (wie ich) noch ein bisschen darauf warten musst.

Ich wünsche dir Frieden im Herzen, eine angenehme Brise im Haar, und festen Grund unter deinen Füßen, wohin du auch gehst.

Sei gesegnet!

deine Rebekka

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Ein Kommentar

  • Elisabeth Mann

    Liebe Rebecca!
    Gott segne dich und deine Lieben mit dem Frieden ,der jeden Verstand übertritt! Und mit Zuversicht!
    Mein Buch ,was mich in letzter Zeit erfreut hat ist:”Mrs.Lewis” von Patti Callahan, ich mag es sehr! Alles Liebe dir!!Elisabeth,

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