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Mein kreativer Mai

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Und schon wieder ist ein Monat so gut wie vorbei – wie kann das nur sein? Der Mai war und ist unglaublich voll, gerade dadurch scheint die Zeit nur so an mir vorbeizurasen…

Gott sei Dank gibt es dazwischen auch ruhige und achtsame Momente, zum Beispiel, wenn mein kleiner Sohn mich fragt, ob wir zusammen etwas malen können 🙂 Und dann sitzen wir zusammen am Esstisch mit den vielen Kratzern, Dellen und Flecken. Er zeichnet Ritter oder Piraten oder einen Jedi im Raumschiff, und ich gestalte eine Seite in meinem Art Journal oder hole den Aquarellkasten raus – und manchmal gesellen sich noch ein oder zwei andere Kinder dazu, wir machen ein Hörspiel an und steigen gemeinsam aus dem Hamsterrad aus. Das sind meine Lieblingsmomente!

Kreativität ist mein Ruhepol, mein Rettungsanker in verrückten Zeiten, und deshalb ist es eine gute Idee, den Mai in kreativer Hinsicht Revue passieren zu lassen – viel Spaß beim Lesen ♥

 

1. Eine neue Seite im Art Journal Momentarium

Einer meiner Vorsätze für 2026 war der Kreativ-Kurs Art Journal Momentarium von Anne – hierbei wird zuerst ein eigenes Art Journal Leporello gebastelt und danach jeden Monat eine Seite gestaltet. Ich freue mich jeden Monat total darauf, endlich loslegen zu können, vor allem, weil Anne jedes Mal eine andere Kreativtechnik vorstellt und damit kein Monat wie der andere ist. 

Im Mai haben wir zum Beispiel bunte Collage-Papiere hergestellt, indem Acrylfarbe mit Hilfe eines Rakels (oder in meinem Fall einer alten Bankkarte) von oben nach unten über das Papier gezogen wird. Einfaches Prinzip, tolle Wirkung! Ich habe gleich einen ganzen Vorrat an Collagematerial erstellt und freue mich darauf, die farbigen Schnipsel und Stücke zu benutzen.

Das einzige, das ich schade finde an meinem Art Journal Momentarium ist, dass es jeden Monat nur eine Seite zu gestalten gibt – denn wenn ich einmal kreativ loslege, will ich so schnell nicht damit aufhören 🙂

 

2. Einladungsentwürfe in Aquarell

Ende August werde ich 40 – und das möchte ich groß feiern! Damit auch möglichst viele Herzensmenschen dabei sein können, habe ich bereits letztes Jahr Save-the-Date-Nachrichten verschickt. Jetzt wird es aber langsam Zeit für die richtigen Einladungen, und dafür habe ich (endlich mal wieder) den Aquarellpinsel in die Hand genommen.

Ich will hier noch nicht zu viel verraten, aber die Einladungen sind heute bei mir angekommen! Sie sind genau so geworden, wie ich sie mir vorgestellt hatte – und machen sich ganz bald auf den Weg… ♥

 

3. Vincent van Gogh mal anders

Durch den WhatsApp-Status von Freunden aus der Gemeinde wurde ich auf die aktuelle interaktive Vincent van Gogh-Ausstellung “Zwischen Wahn und Wunder” aufmerksam und war natürlich sofort hooked! Ich fragte die beiden großen Kinder, ob sie Lust hätten, mit mir zusammen hinzugehen – und ja, hatten sie! 🙂

Es war nicht die erste immersive 360° Kunstausstellung für mich, aber wieder ein echtes Highlight. Im ersten Teil der Ausstellung verfolgt man mit Hilfe eines Audio-Kommentars (gesprochen aus Perspektive von Vincents Schwägerin Jo) und einzelnen Gemälden den Weg Vincent van Goghs von der Kindheit bis zu seinem ersten Zusammenbruch. Der zweite Teil befindet sich in einem großen Saal, in welchem Kissen und Sitzgelegenheiten verteilt sind. An den Wänden, auf dem Boden und zwei aufgestellten Leinwänden erwachen nun Vincents Gemälde, Gedanken und Gefühle seiner letzten Jahre zum Leben. Das ist wirklich ein intensives Erlebnis und hat uns alle drei sehr beeindruckt.

Zum Schluss nutzte mein Sohn noch die Gelegenheit, einem KI-Vincent alle möglichen (und unmöglichen) Fragen zu stellen – eine witzige Idee 🙂

 

4. Malen zu Pfingsten

Der Pfingstgottesdienst ist bei uns in der Gemeinde immer etwas besonderes – und in diesem Jahr wurde ich angefragt, etwas Kreatives dazu beizutragen. Ich sollte während des Gottesdienstes ein Bild malen und meine Gedanken, Empfindungen und Eindrücke in Farbe auf die Leinwand bringen. 

Zuerst war ich zögerlich, weil ich so etwas noch nie gemacht hatte, sagte dann aber doch zu – denn nur so wachsen wir, und schließlich möchte ich ja auch, dass Gott mich gebraucht. Warum nicht auch mal auf diese Weise?

Vor dem Gottesdienst stellten wir eine Leinwand in eine Ecke des Saals auf und ich legte alle Farben und Materialien bereit, die ich vielleicht brauchen würde. Solange ich mit den Vorbereitungen beschäftigt war, fühlte ich mich auch nicht aufgeregt. Doch als die ersten Töne des Klaviers erklangen und es richtig losging, wurde mir doch ganz heiß… 

Irgendwann fing ich an, zu malen. Die Leinwand stand so, dass die anderen Gottesdienstbesucher nicht sehen konnten, was ich malte – aber sie konnten mich sehen (zumindest einige von ihnen). Im Nachhinein wäre es mir vielleicht doch lieber gewesen, sie hätten mich nicht beim Malen beobachten können – wahrscheinlich ist es aber auch eine Gewöhnungssache. Es fiel mir ein bisschen schwer, in den Flow zu kommen und mich nur auf den Inhalt des Gottesdienstes und das Bild zu konzentrieren. Mit der Zeit gelang es mir aber besser, und ich “wusste” auch immer, wie es weitergehen sollte, was ich als nächstes malen wollte. 

Am Ende war tatsächlich die Leinwand voll, und ich hatte das Gefühl: So ist es gut.

 

5. Ein Melonen-Piratenschiff zum Kita-Geburtstag

Eine weitere Möglichkeit, kreativ tätig zu werden, ergab sich durch den Geburtstag unseres jüngsten Familienmitgliedes (kaum zu glauben, dass er jetzt auch schon 5 Jahre alt ist!). In der Kita ist es üblich, dass die Eltern zur Geburtstagsfeier etwas Leckeres mitbringen. Zuerst dachte ich an einen Kuchen in Form eines Piratenschiffes, da das Geburtstagskind sich gerade für dieses Thema begeistert. Aber da es zur Zeit ziemlich warm ist, änderten wir die ursprüngliche Idee (Pinterest sei Dank) ein bisschen ab und brachten ein Melonen-Piratenschiff mit zur Kita.

So eine riesige Melone hatten wir noch nie, und es war nicht so einfach, sie entsprechend zuzuschneiden (geschweige denn, das fertige und sehr schwere Werk zur Kita zu tragen!), aber am Ende funktionierte alles und mein Sohn war glücklich ♥

 

Das war es auch schon, mit meinem kreativen Mai. Der Juni steht vor der Tür, mit nicht weniger Terminen und to-Dos – mein letzter voller Monat in der Schule… Das wird trubelig, umso wichtiger wird sein, nicht zu vergessen, kreative Pausen einzulegen 🙂

Ich wünsche dir einen bunten Start in den Sommer, ganz viel Freude, Kreativität und BeGEISTerung!

Bis bald

deine Rebekka

 

 

 

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