Im Moment…
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Und zack – haben wir schon wieder Mitte Oktober! Nicht mehr lang, und wir zünden die erste Kerze auf dem Adventskranz an… Aber halt: Ich bleibe im Hier und Jetzt, atme einmal ruhig durch, und verharre im Moment. Es ist Oktober. Herbst. Eine goldene Zeit. Auch wenn meine Gedanken immer öfter in Richtung Advent und Weihnachten wandern – noch sind die letzten Seiten des Jahres nicht geschrieben, noch geht die Geschichte weiter, und das Kapitel heißt “Herbstzeit”. Diese will ich wahrnehmen, mit allen Sinnen, das Gute genießen und mich in Dankbarkeit üben.
Ein jegliches zu seiner Zeit.
Deshalb mag ich diese Blogkategorie auch so: im Moment. Weil sie mir dabei hilft, innezuhalten und das wertzuschätzen, was jetzt gerade ist. Im Moment…
♥
… genieße ich den Herbst.
Auch wenn mir der Abschied vom Sommer in diesem Jahr wieder ein bisschen schwer fiel (Sommerferien sind schon was Feines, ein Hoch auf das Leben mit Schulkindern!), freue ich mich sehr über den immer bunter werdenden Ausblick aus dem Fenster, über Lichterketten und Kerzenschein, über Zimtschnecken und Apfelkuchen, über wärmende Suppen, Kastanien in den Taschen, Bücherlesen und Kreativ-Sessions ♥ Endlich darf meine innere Stubenhockerin wieder guten Gewissens drinnen bleiben… Hurra, hurra, der Herbst ist da!
… wirkt das Coaching nach.
Von Anfang August bis Anfang Oktober habe ich an meiner ersten “Maßnahme” der Arbeitsagentur teilnehmen dürfen – an einem individuellen Coaching für Akademiker(innen) zur beruflichen (Neu-)Orientierung. Ich schreibe bewusst dürfen, weil ich mich über diese Möglichkeit sehr gefreut und die Zeit des Coachings tatsächlich genossen habe: Zwei- bis dreimal pro Woche fuhr ich zum Standort des Trägers, um am Gruppencoaching teilzunehmen oder Zeit mit meiner Einzelcoachin zu verbringen.
Es ging um viele verschiedene Themen – vom Kennenlernen des Arbeitsmarktes über Potentialanalyse bis hin zum Überarbeiten der Bewerbungsunterlagen und Trainieren eines Vorstellungsgesprächs. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich sonst wahrscheinlich nie in Kontakt gekommen wäre, und habe viel gelernt – über mich, meine Stärken und Werte, über KI (und wie viel und wofür andere Menschen diese scheinbar nutzen…), über die Arbeitswelt und die “Welt” im Allgemeinen.
Ich habe wieder einmal gemerkt, dass ich wirklich gerne lerne und dass es mir ganz gut gelingt, die für mich relevanten Inhalte rauszupicken und aufzubereiten. Ich habe mich wohlgefühlt und schnell nette Kontakte geknüpft – was meinen uralten Glaubenssatz, nicht mögens- oder liebenswert zu sein und keine Freunde finden zu können, ein bisschen weiter verblassen ließ.
Jetzt heißt es für mich, all die Gedankenanstöße, Ideen und Impulse zu verarbeiten und in die Tat umzusetzen – das ist wohl die eigentliche Arbeit! Wie es genau weitergeht, weiß ich zwar immer noch nicht, manchmal fühle ich mich fast verwirrter als vorher, aber ich kann konstruktiver mit der Verwirrung umgehen 🙂
Schauen wir mal, wohin Gott mich führt!
… habe ich Zeit für Kreativität!
Endlich wieder Zeit zum Ausleben meiner Kreativität zu haben, tut mir gerade unendlich gut! Diese ist in den vergangenen drei Jahren definitiv zu kurz gekommen, und das hole ich jetzt nach 🙂
Im Sommer habe ich anhand des tollen Online-Kurses The Paper Beachcomber viele verschiedene Muscheln in Aquarell gemalt und ausgeschnitten. Als ich eine große Sammlung beisammen hatte, bastelte ich verschiedene Boxen, um die Muscheln darin wie in Setzkästen oder Art Boxes auszustellen. Das Schöne daran ist, dass man Materialien nutzen kann, die ohnehin zu Hause zu finden sind (wie leere Pralinenschachteln, Versandkartons, Streichholzschachteln etc.). Mir hat das jedenfalls sehr großen Spaß gemacht.
Auch zum “richtigen” Malen bin ich in letzter Zeit wieder gekommen – ich hatte schon lange darüber nachgedacht, mal ein Jesus-Bild zu malen, und habe dann kurzerhand eine Leinwand von der Schlafzimmerwand genommen und übermalt. Da der Platz an den Wänden sowieso begrenzt ist, übermale ich immer wieder “alte” Bilder und bin da recht unsentimental.
Am Ende habe ich es mit dem Gold etwas übertrieben, aber abgesehen davon gefällt mir meine florale Jesus-Version ganz gut 🙂
Irgendwie ist die Herbstzeit ja auch DIY-Zeit! Window Color war ein großes Ding in meiner Kindheit – erinnerst du dich auch noch daran? Und als ich diese Farben neulich bei dm gesehen habe, musste ich direkt unser Fenster damit verschönern 🙂
Andere DIY-Projekte aus den letzten Wochen: Japanisch angehauchte Untersetzer im Kintsugi-Style, eine Schale aus Domino-Steinen (inspiriert von einem Video auf Instagram), und mein erster kläglicher Versuch eines Ikebana-Blumengestecks…
Einen passenden Blumenigel hatte ich im Schrank gefunden und wollte die Supermarkt-Blumen nicht einfach nur in eine Vase stellen, sondern künstlerisch arrangieren. Nun ja, es war mal was anderes, und es hat tatsächlich eine meditative Wirkung, sich auf diese Weise mit Blumen zu beschäftigen, aber beim Ergebnis ist noch viel Luft nach oben (und eine wackelige Angelegenheit war es noch dazu).
Und dann gibt es ja auch noch mein Art Journal-Momentarium, bei dem ich für jeden Monat eine Seite gestalte. Den Kurs von Anne Prause kann ich übrigens von Herzen empfehlen: Du lernst nicht nur, ein eigenes Leporello-Art Journal zu binden/kleben, sondern bekommst für jeden Monat tolle Anregungen, Techniken und Ideen zur Gestaltung der Seiten. Ich freue mich schon auf ein buntes Jahr voller Erinnerungen, wenn das Art Journal voll ist!
… verzettle ich mich…
Theoretisch sollte ich – als offiziell “Erwerbslose” – jetzt über Unmengen von Zeit verfügen. Im Vergleich zu den letzten drei Jahren, in denen ich vormittags in der Schule war, stimmt das natürlich auch. Praktisch füllen sich meine Tage quasi von selbst und es fühlt sich nicht unbedingt nach “viel Zeit haben” an (was definitiv ein selbstgemachtes Luxusproblem ist – ich beschwere mich nicht :)).
Dass mein Leben gerade so voll ist, liegt auch daran, dass ich jetzt alles Mögliche nachholen möchte, wozu ich in den letzten Jahren nicht kam und dass ich dadurch viele Bälle gleichzeitig in der Luft halte: Neben Haushalt, Kindern und Familie gibt es das Coaching (bzw. die Coaching-Inhalte, die nachzubereiten sind) und die Stellensuche, vernachlässigte Freundschaften und Kontakte, unsere Gemeinde, diesen Blog und diverse kreative Beschäftigungen (dazu weiter unten mehr).
Mit Hilfe von Listen, Notizbüchern und Heftern versuche ich nun, Ordnung in mein Chaos zu bekommen… Es fällt mir vor allem schwer, Prioritäten zu setzen und zu akzeptieren, dass bestimmte Vorhaben viel Zeit brauchen – vor allem, wenn ich nebenher noch zig andere Projekte verfolge…
Ein weiser Spruch aus dem 365-Tage-Kalender des flow-Magazins hat mich sehr ermutigt: “Bewerte deinen Tag nicht nach der Ernte, die du einfährst, sondern nach den Samen, die du säst.” (Robert Louis Stevenson)
Anstatt am Ende des Tages über das enttäuscht zu sein, was wieder nicht “fertig” geworden ist, will ich jede kleine Tätigkeit wertschätzen, die mich meinem Ziel ein Stück weitergebracht hat. Und anstatt mich im Klein-Klein meiner Listen zu verzetteln, will ich mich fragen, ob ich mit gerade dieser Tätigkeit einen Samen für die Zukunft säe.
… plane ich viel Neues für LoveLetter– und darüber hinaus 🙂
Oh ja, an Ideen mangelt es mir selten – und gerade will ich sie am liebsten alle auf einmal umsetzen! Vielleicht hast du auch schon entdeckt, dass ich hier einige Änderungen vorgenommen habe, es gibt z.B. ein neues Header-Bild und ein paar neue Fotos von mir 🙂
Natürlich soll es hier auf dem LoveLetter-Blog mit regelmäßigen Beiträgen weitergehen: Am liebsten würde ich jede Woche etwas posten, aber wahrscheinlich sind zwei Posts pro Monat realistischer.
Den Love&NewsLetter habe ich sehr vernachlässigt (ich erinnere mich gar nicht mehr daran, wann der letzte an die Abonnentinnen verschickt wurde) – und das möchte ich ändern. Konkret plane ich eine Ausgabe pro Monat, und zwar ein bisschen im Stil meiner geliebten LoveLetters, die ich mehrere Jahre lang mit sehr viel Freude gestaltet und versendet habe. Jeder Love&NewsLetter soll ganz viel Inspiration und Ermutigung zu einem bestimmten Thema enthalten – für November habe ich mir schon was überlegt 🙂
Die Inhalte des Love&NewsLetter wird es in abgespeckter Form auch hier auf meiner LoveLetter-Seite geben (unter der neuen Kategorie “Inspiration”, die ihr dann zu gegebener Zeit im Hauptmenü finden werdet) – den gesamten Mehrwert erhalten aber nur die Newsletter-Abonnentinnen! Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dies gerne noch tun – oder deine Anmeldung bestätigen 😉
Und dann träume ich ja schon lange davon, selbst Online-Kurse zu entwickeln und anzubieten! Meine Lieblingslehrerin Alisa ♥ hat im September wieder einmal ihren Kurs “The Art of Teaching Online“ geöffnet, und ich habe mich kurz entschlossen dafür angemeldet! Bisher habe ich noch keine konkrete Vorstellung davon, was für einen Kurs ich erstellen und in welcher Form ich ihn anbieten (können) werde, aber der Anfang ist gemacht und ich bin sehr excited! 🙂
Ein Teil eines solchen Online-Kurses ist es (meistens), Videos zu drehen – davor drücke ich mich ja schon lange, aber auch das steht ebenso lange auf meiner Liste! Ich habe schon eine Idee für ein Video-Format auf Instagram (meinen Account dort wiederzubeleben und zu bespielen ist auch so ein Projekt…), mal schauen, ob und wann das kommt. Die Hemmschwelle ist groß, ich weiß gar nicht so genau, warum.
Und eigentlich hätte ich ja auch Lust, Kreativ-Workshops im “realen Leben” zu veranstalten, in Gemeinden zum Beispiel, oder für Freundinnen, Kinder, Teens… Mein Gehirn rattert! Aber das ist eigentlich etwas Schönes – ich fühle mich so lebendig gerade!
♥
Und was gibt es noch so bei mir, in meiner kleinen, behüteten Welt, im Moment?
Nächste Woche fangen die Herbstferien an – wir werden einen kleinen Städetrip unternehmen und ich freue mich sehr darauf. Ich möchte eigentlich mehr lesen, vielleicht nehme ich mir in den Ferien mal bewusst Zeit dafür (meine aktuelle Lektüre gefällt mir nämlich sehr gut: Der Roman Frau im Mond von Pierre Jarawan).
Wenn es klappt, lesen wir uns Ende des Monats hier nochmal, ansonsten dann auf jeden Fall im November – und der wird golden! (Jetzt, wo ich das hier so großspurig ankündige, muss ich ja auch was liefern…)
Ich wünsche dir bis dahin eine gesegnete, gemütliche, goldgelbe Herbstzeit!
Bis bald
deine Rebekka
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