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Ein LoveLetter entsteht {+ Freebie}

{enthält unbeauftragte Werbung}

Was ist eigentlich ein LoveLetter – und wie gestaltest du ihn? Machst du wirklich alles von Hand? Diese Fragen werden mir ab und zu gestellt, und ich dachte, dass ich euch einfach mal mitnehme in den Entstehungsprozess eines LoveLetters! Schließlich sind die LoveLetters das Kernstück meiner Arbeit, die ursprüngliche Idee hinter meinem kreativen Business, ein Monatsprojekt, und irgendwie auch das, was ich als meinen “Auftrag” ansehe, so komisch das auch klingen mag. Diese monatlichen Briefe der Inspiration und Ermutigung liegen mir sehr am Herzen und ich stecke in jede Auflage sehr viel Zeit, Kraft und Liebe. Das werdet ihr im Folgenden aber noch genauer sehen. 

Schaut mir gern über die Schulter, wie ich den März-LoveLetter gestalte (und entdeckt weiter unten ein Freebie für euch zum Herunterladen und Ausdrucken!):

Am Anfang steht ein Wort – das Thema des LoveLetters. Das ploppt normalerweise einfach irgendwann in meinem Kopf auf, und damit steht es fest. Für diese spontanen Eingebungen bin ich sehr dankbar, denn sie ersparen mir viel Zeit, und außerdem habe ich den Eindruck, dass Gott einfach hinter meinen LoveLetters steht und durch sie wirken möchte – beginnend mit diesem einen Wort.

Im März war dieses Wort “Aufblühen” – natürlich passend zur Jahreszeit.

Wenn das Thema festgelegt ist, überlege ich mir grob das Farbschema, in dem ich den LoveLetter halten möchte. Auch das finde ich ohne langes Grübeln, weil es sich oft organisch aus dem Thema ergibt. Zu “Aufblühen” passen einfach helle, frische Grün-, Gelb- und Rosatöne.

Noch bevor ich mir viele weitere Gedanken mache, arrangiere und fotografiere ich zunächst das LoveLetter-Titelbild für den Shop und den Blog. Das macht mir immer viel Spaß und gibt mir Orientierung für die weitere Gestaltung des Briefes.

Seit Anfang des Jahres haben wir eine neue Kamera, die noch mal bessere Fotos macht, mit der ich aber erst noch richtig vertraut werden muss. Meine Business-Fotos mache ich fast ausschließlich im RAW-Format und bearbeite sie in Lightroom; ein Programm, das ich mehr und mehr schätze!

Sobald das Titelfoto geschossen und bearbeitet ist, kann ich es im Shop und hier auf dem Blog hochladen – und das Zeitfenster für eure Bestellungen öffnet sich!

Das Inspirationsbooklet (Teil 1)

Nun geht es langsam so richtig an die Arbeit!

Die findet am Anfang vor allem am Laptop statt: Ich sammle Ideen, Zitate und Bibelverse und füge diese dann nach und nach zu einem Inspirationsbooklet zusammen. Dieses besteht jedes Mal aus den Kategorien Denken, Machen und Weitergeben, und seit ich mir eine digitale Vorlage erstellt habe, geht mir die Arbeit am Booklet recht schnell von der Hand.

Für das Booklet (und je nach dem auch andere Elemente des LoveLetters) zeichne ich immer noch ein paar kleine Illustrationen, die ich dann einscanne, freistelle und in die Datei einfüge. Lauter kleine Arbeitsschritte, die ich auch gut mal in der “Mittagspause” oder am Abend erledigen kann.

Spruchkärtchen

In die Anfangsphase der LoveLetter-Gestaltung fällt immer auch die Überlegung, welches Papiergeschenk ich dieses Mal beilegen möchte – eine Postkarte, ein Poster, oder mal was ganz anderes? Da ich dieses meistens in der Druckerei fertigen lasse, und dafür etwas Zeit einplanen muss, geschieht dies möglichst früh. Inzwischen bin ich auch hier relativ versiert und kenne mich mit den Computerprogrammen gut genug aus – für meine Zwecke.

Für den Aufblühen-LoveLetter habe ich kleine visitenkartengroße Kärtchen mit einem Zitat und Mixed-Media-Hintergrund gestaltet – zum Weitergeben und selber Behalten!

Wenn das Produkt aus der Druckerei kommt, ist das immer ein spannender Moment – weil ich natürlich nie wissen kann, ob alles so geworden ist, wie ich es mir vorgestellt habe!

Die kleinen Kärtchen sind sehr schön geworden, Gott sei Dank, und ich habe sie an einem Nachmittag zu kleinen Päckchen von je fünf Kärtchen gepackt.

Ausmalbild

Hin und wieder kommt es vor, dass die Vorbereitung eines LoveLetters mich auch zu anderen kreativen Projekten oder Motiven inspiriert. Dieses Mal zu diesem Blumenmädchen in Aquarell, das es dann sogar noch auf ein Babynamen-Lettering geschafft hat – und aus der spontan noch ein Ausmalbild für den LoveLetter wurde! (Das kommt auch immer wieder vor, dass sich während der Gestaltung meine Pläne ändern…)

Ich hoffe jedes Mal, dass meine Briefe auch euch dazu anregen, kreativ zu werden und das LoveLetter-Thema für euch umzusetzen, ganz persönlich und in eurem Stil!

Als kleines Geschenk habe ich das Blumenmädchen-Ausmalbild hier zum kostenlosen Download für euch – bestimmt für euren privaten Gebrauch. Viel Spaß damit!

Zauberblumen

Eine weitere Beilage des LoveLetters sollte eine “Zauberblume” werden – eine Blüte aus Papier, die sich langsam öffnet, wenn man sie in Wasser legt. Solche kleinen Spielereien probiere ich immer erst aus, bevor ich in “Massenproduktion” gehe – die Zauberblume bestand den Test, und so fertigte ich 25 Stück davon an.

Ich arbeite dabei immer wie am Fließband, einen Schritt nach dem anderen – also zuerst 25 Blüten aufzeichnen, dann alle ausschneiden, dann beschriften, dann falten… Das geht mir schnell von der Hand, und oft lege ich solche Aufgaben in den Nachmittag, sodass die Kinder parallel selbst kreativ sein können. Auf diese Weise verbringen wir gemeinsam Zeit, können Musik hören oder uns unterhalten, und die Kinder bekommen einen Einblick in meine kreative Arbeit.

Übrigens bin ich – obwohl ich mich bemühe, möglichst ordentlich zu arbeiten – keine Perfektionistin. Die fertigen LoveLetters sollen nicht “perfekt” sein. Man darf ihnen ruhig ansehen, dass ich sie in Handarbeit mit viel Liebe gestaltet und hergestellt habe: Sie sollen eine “Seele” haben und meine persönliche Handschrift tragen.

Inspirations- und Kreativbooklet (Teil 2)

Weiter geht es mit dem Inspirationsbooklet! Wenn ich inhaltlich und gestalterisch zufrieden bin, drucke bzw. kopiere ich die Seiten 25 Mal aus, falte, sortiere und tackere sie zusammen. Auch das geschieht wieder in “Fließbandarbeit” und ist eine gute Beschäftigung für Momente, in denen meine Konzentration nicht ganz auf dem Hoch ist 🙂

Dem März-LoveLetter lag zusätzlich noch ein zweites Heftchen mit 30 kreativen Prompts bei. Auch dieses wurde zuerst am Computer getippt und gelayoutet und anschließend am heimischen Drucker gedruckt. Um es noch ein bisschen “aufzuhübschen”, schnitt ich bunte Papiere als Umschlag zurecht. Hierfür nutze ich immer, was ich eben so an Papieren da habe. Ich bin ein großer Fan der Gift & Creative Papers-Reihe (Pepin), von denen es eine große Auswahl gibt. Außerdem nutze ich gern die Papiere aus dem Flow Book for Paper Lovers – in diesem Fall habe ich darin kleine Titel-Schildchen darin gefunden, die ich beschriftete und auf die 30-Tage-Kreativ-Heftchen klebte.

Mixed-Media-Umschläge

Herzstück einer jeden LoveLetter-Ausgabe ist der handgeschriebene Brief, den ich beilege. Und der steckt natürlich in einem Umschlag. Manchmal verwende ich gekaufte Briefumschläge oder “pimpe” einfache Umschläge, die ich sowieso zu Hause habe – im März habe ich eigene Mixed-Media-Briefumschläge gestaltet.

Das ist im Prinzip total einfach und sieht einfach schön und besonders aus. Und es macht total Spaß, ein bisschen mit Farbe herumzuklecksen!

Als die bunten Papiere fertig waren, wurden sie jeweils in der Mitte durchgeschnitten (von A4 zu A5) und dann zu 25 Umschlägen gefaltet. Dabei bin ich folgendermaßen vorgegangen:

Zwischendurch: Ein bisschen Werbung…

Zur Arbeit an einem LoveLetter gehört natürlich auch ein bisschen Werbung – damit ihr auch mitbekommt, dass es eine neue Ausgabe gibt und worum es darin geht und so weiter. Das läuft immer parallel, hier auf dem Blog, auf Instagram und auf Facebook.

Das ist für mich der Teil des Business, der mir nicht sooo leicht fällt, und ich vergesse es oft auch einfach, den Fortschritt an den LoveLetters und ihre Gestaltung auf Social Media zu begleiten. Grundsätzlich habe ich da schon Ideen, wie ich das noch besser und interaktiver machen kann, aber am Ende fehlt mir doch die Zeit dafür – die stecke ich dann doch lieber in die LoveLetters an sich.

Der handgeschriebene Brief

Der handgeschriebene Brief ist mir besonders wichtig, weil die Handschrift so etwas persönliches und seltenes ist – fast alles wird heutzutage mit der Tastatur getippt, und da geht einfach so viel verloren, finde ich.

Auch bei den Briefen lasse ich mich ziemlich von meiner Intuition und der “Eingebung” leiten. Ich nehme ein Blatt Papier und schreibe drauf los. Oft lasse ich mich von einem Zitat oder Bibelvers inspirieren. Ich versuche aber insgesamt, das Thema des LoveLetters im Brief noch einmal neu aufzugreifen, es auf eine andere Stufe zu heben. Das geschieht dann relativ “automatisch” während des Schreibens.

Wenn ich mit meinem Entwurf zufrieden bin, fertige ich eine schöne Reinschrift an und der Brief wird vervielfältigt.

In der Anfangszeit der LoveLetters habe ich tatsächlich jeden einzelnen Brief von Hand geschrieben. Das kostete enorm viel Zeit (und Stifte)! Jetzt, wo die Auflage auf 25 Stück pro Ausgabe gestiegen ist, schaffe ich das nicht mehr. Deshalb kopiere ich meine Reinschrift mittlerweile und trage “nur noch” die jeweiligen Namen einzeln ein.

Jetzt kommt der Brief in den Umschlag – und normalerweise stempele oder lettere ich noch den jeweiligen Namen auf den Umschlag. Das macht es nochmal persönlicher, und hilft mir später beim Sortieren und Packen der LoveLetters.

Der LoveLetter-Umschlag – für mehr Freude im Briefkasten!

Die vorletzte große Etappe ist das Gestalten der großen Umschläge, in denen ich die LoveLetters verschicke. Hierfür fertige ich zuerst einen Prototyp an – und wenn ich damit zufrieden bin, gehe ich in “Serienproduktion”.

Das hieß in diesem Fall: Zuerst 25 Blüten auf buntes Papier zeichnen, ausschneiden und auf die Umschläge kleben.

Dann mit einem farblich passenden Buntstift 25 Mal Blütenblätter auf die aufgeklebten Blütenumrisse zeichnen.

Mit einem schwarzen Permanent Marker ergänzte ich nun ein Gesicht – natürlich 25 Mal.

Und zum Schluss stempelte ich auf jeden Umschlag das Wort “bloom”.

So ist jeder Umschlag in liebevoller, meditativer Handarbeit entstanden und ein kunstvolles Unikat, über das man sich (hoffentlich) freut, es im Briefkasten zu finden – das Lust macht, den LoveLetter zu öffnen und zu entdecken!

Packen, Packen, Packen!

Nun kommt der letzte Arbeitsschritt: Das Adressieren, Packen und Frankieren!

Ich vergesse jedes Mal wieder, wie viel Zeit das kostet. Aber es bereitet mir auch sehr viel Freude, jeden LoveLetter individuell zusammenzustellen und zu packen. Dabei kann ich an jede Empfängerin einzeln denken und ein kleines Gebet mitschicken: Möge der LoveLetter gut ankommen und viel Freude, Ermutigung und Inspiration bringen!

Zuerst schreibe ich die Adressen der Empfängerinnen von Hand auf die Umschläge. Dabei brauche ich viel Konzentration, damit mir kein Fehler unterläuft… Wenn ein LoveLetter als Geschenk für eine andere Person bestellt wurde, schreibe ich immer noch einen extra Gruß dazu. Häufig wird auch schon bei der Bestellung eine Nachricht von der Schenkenden an die Beschenkte übermittelt, die ich dann auf eine Postkarte übertrage.

Wenn diese Vorarbeit geschehen ist, geht es ans eigentliche Packen: Dazu lege ich alle LoveLetter-Elemente in Stapeln auf unseren Esstisch und stelle jeweils eins davon für einen LoveLetter zusammen – das kommt dann in einen Umschlag. Auch dieser Vorgang wiederholt sich 25 Mal, wobei ich darauf achten muss, die ggf. zu übermittelnden Grüße nicht zu vergessen.

Briefmarken drauf – und dann geht es fast sofort zur Post…

Noch schnell ein Foto – und dann ab die Post!

Bevor die LoveLetters dann endlich auf die Reise gehen können, mache ich noch ein Foto – für mich als “Erinnerung”, und natürlich auch für Blog, Shop und Instagram.

So sieht übrigens mein höchst professionelles Foto-Set up an unserem Wohnzimmerfenster aus:

Und dann bringen die Babykugel und ich die LoveLetters zur Post! Dort kennt man uns inzwischen schon ganz gut 🙂

Gute Reise! ♥

Ausblick: Der (vorerst letzte!) LoveLetter im April

Ende April oder Anfang Mai werde ich mich dann für eine Weile in die Babypause verabschieden! Vorher gibt es aber noch einen vorerst (!) letzten LoveLetter für euch.

Dieser ist in doppelter Hinsicht besonders für mich: Es ist nämlich nicht nur der Letzte vor der Babypause, sondern auch der 20. LoveLetter überhaupt – also eine Jubiläumsausgabe! Dieser Meilenstein freut mich unheimlich und ich bin sehr dankbar, dass ihr meine LoveLetters so gern bestellt, für euch selbst und auch für andere. Diese Briefe vereinen so vieles von dem, was ich liebe, ich kann mich in ihnen so wunderbar kreativ austoben – und ich bin mir wirklich sicher, dass Gott hinter jeder einzelnen Ausgabe steht und meine Arbeit segnet.

Die Jubiläumsausgabe wird die Nacht zum Thema haben – es wird also mysteriös, träumerisch und tiefgründig darin zugehen! Ich bin selber gespannt, was am Ende dabei herauskommen wird… auf jeden Fall habe ich schon eine Menge Ideen!

Den 20. LoveLetter möchte ich außerdem noch ein bisschen umfangreicher gestalten, mit ein bisschen mehr Inhalt als sonst, weshalb er auch 20 Euro kosten wird (statt wie bisher 15 Euro).

Die Auflage ist aber wie immer auf 25 Stück limitiert, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, rechtzeitig zu bestellen und noch ein Exemplar zu ergattern!

Wann es den nächsten LoveLetter nach der Jubiläumsausgabe geben wird, kann ich euch nicht sicher versprechen – frühestens aber im September!

Ich freue mich darauf, euch zu schreiben!

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