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Nicht von dieser Welt: Wir feiern einen Weltraum-Geburtstag {mit Freebie}

So schön das Babyalter auch ist mit all der Niedlichkeit, dem vielen Kuscheln und den unzähligen ersten Malen – wenn Kinder größer werden, fetzt das auch so richtig! Unser Mittlerer wurde letzte Woche sieben Jahre alt und da habe ich wieder einmal darüber nachgedacht, wie viel ich von ihm und durch ihn doch gelernt habe und immer noch lerne. Er hat unheimlich viele Interessen und eignet sich gern Wissen an, er macht sich tiefe Gedanken über Gott und die Welt, stellt die besten Fragen und ist so kreativ! Es ist so schön und herausfordernd, mit ihm unterwegs zu sein, ihn zu beobachten und mit ihm gemeinsam zu wachsen.

Dieses Jahr wünschte unser großer Sohn sich eine Weltraum-Geburtstagsparty. Er interessiert sich schon ziemlich lange für die Planeten unseres Sonnensystems, für Sternbilder, Astronauten und alles, was dazu gehört, und da war dieser Wunsch eigentlich nur logisch 🙂

Da die Feier mit Schulfreunden im letzten Jahr wegen des zweiten Lockdowns leider ausfiel, war der Kindergeburtstag dieses Mal wirklich eine Herzensangelegenheit und wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden. Eingeladen wurden fünf Jungs aus seiner Klasse mit denen er ohnehin (fast) täglich Kontakt hat; so erschien uns das Risiko noch überschaubar.

Bei den Planungen und Überlegungen musste ich mich immer wieder selbst daran erinnern, was gerade wichtig ist und worum es bei so einer Geburtstagsparty wirklich geht (ganz im Sinne meines letzten Blogposts – danke für eure Nachrichten und Kommentare dazu!) – nämlich nicht um Perfektion oder einen reibungslosen Ablauf, sondern darum, unserem Sohn unsere Liebe zu zeigen und ihm und seinen Gästen einen spaßigen Nachmittag zu bescheren.

“Die Menschen werden vergessen, was du getan und gesagt hast – aber sie werden sich daran erinnern, welches Gefühl du ihnen gegeben hast.” So ungefähr lautet ein bekanntes Zitat von Maya Angelou, und das ist so wahr! Die aufwändige Deko und das ausgefeilte Programm werden in Vergessenheit geraten (leider…). Was in Erinnerung bleibt, ist die Stimmung, das Geburtstagsgefühl: Geborgenheit, Ausgelassenheit, Gemeinschaft.

Das ist es, was zählt – und nicht, ob der Kuchen selbst gebacken oder gekauft ist, ob die Geburtstagsparty unter einem Motto steht oder nicht, ob wir uns im Vorfeld die Finger wundgebastelt, Unsummen für Mitgeb-Geschenke ausgegeben oder Stundenlang das Internet nach kreativen Ideen durchforstet haben.

Für uns als Eltern dieser drei Kinder ist eine solche Geburtstagsfeier ein Weg, ihnen unsere Liebe zu zeigen – es entspricht unseren Liebessprachen, unseren Möglichkeiten und Gaben. Wir haben Lust darauf und – wie gesagt – aktuell die Möglichkeiten dazu. Es ist mir wichtig, dies immer wieder meinen Geburtstagsparty-Beiträgen voranzustellen, weil ich weiß, dass sie das Potenzial haben, Druck aufzubauen oder ein schlechtes Gefühl zu geben. Vielleicht magst du nicht basteln, hast gerade keine Kraft für eine Party. Das ist ok. DU bist gut, so wie du bist.  Für deine Kinder bist du die Beste! ♥

Astronauten-Einladung

Die Einladung zu unserer Weltraum-Party bastelten die großen Kinder und ich gemeinsam: Ich zeichnete einen Astronauten im Raumanzug vor, und die Kinder zeichneten ihn auf weißem Fotokarton nach. Das klappte sehr gut – und ich liebe einfach die total unterschiedlichen Stile der beiden!

Um die Astronauten-Einladungen noch zu personalisieren, druckte ich ein Foto des Gesichts meines Sohnes mehrmals aus und klebte es “in” den Helm. Wer gerade kein Foto zur Hand hat, kann die Klappe des Helms auch Goldfarben anmalen.

Auf die Rückseite kam dann noch der Einladungstext – fertig!

Die Astronauten-Zeichnung habe ich hier für euch noch als kostenlosen Download. Ihr könnt sie, so wie wir, als Einladungskarte verwenden, eine Girlande daraus basteln oder sie auch kleinformatiger ausdrucken und z.B. als Cake-Topper nutzen. Viel Spaß damit!

Sonnensystem-Torte und galaktische Muffins

Eigentlich bin ich keine besonders geübte Tortenbäckerin – aber zu den Geburtstagen der Kinder probiere ich dann doch immer etwas Neues aus (raus aus der Komfortzone und so). Natürlich habe ich mich auf Pinterest inspirieren lassen; da gibt es unzählige Ideen für galaktische Kuchen und Torten. Ich kombiniere schließlich am liebsten verschiedene Ideen, um etwas eigenes daraus zu schaffen.

Für den Weltraum-Kuchen habe ich zuerst einen ganz normalen Schokokuchen gebacken und diesen mit Zartbitter-Kuvertüre überzogen. Darüber kam dann eine Schicht schwarzer Rollfondant. Sonne, Sterne, Sternschnuppe und kleine Punkte schnitt ich aus goldenem Fondant aus und klebte sie auf den schwarzen “Himmel”. Dem goldenen Fondant lag ein kleines Tütchen Goldstaub bei, von dem ich ein bisschen was anrührte und auf Sternen und Himmel verteilte.

Die Planeten unseres Sonnensystems habe ich aus Marzipan-Rohmasse geformt. Die Größenverhältnisse stimmen nicht wirklich (und die Farbgebung auch nicht…), aber letztlich kommt es darauf auch nicht an…

Die größte Herausforderung war das Färben der Planeten. Nach einigem Überlegen habe ich mich für Zuckerguss und Lebensmittelfarbe bzw. Kakaopulver entschieden. Der Zuckerguss darf nicht zu fest sein – sonst lassen sich die Marzipankugeln damit nicht gut überziehen – aber auch nicht zu flüssig, damit nicht alles wieder herunterläuft… da habe ich mich Teelöffelweise an das richtige Verhältnis von Puderzucker zu Wasser herangetastet.

Für einen schönen Marmoreffekt gab ich mehrere Lebensmittelfarben nebeneinander zum Zuckerguss und tauchte dann die Marzipankugeln (auf Schaschlikspieße gespießt) hinein. Es dauerte eine Weile, bis ich alle Planeten eingefärbt hatte, aber zum Schluss war ich wirklich positiv überrascht, wie schön sie waren – bunt marmoriert, glänzend und einfach toll!

Vielleicht wird ja doch noch eine Tortenbäckerin aus mir 😉

Zusätzlich zur Schokotorte gab es noch Muffins – ganz einfache aus Rührteig mit Buttermilch und Schokotropfen, darauf Zartbitterkuvertüre und verschiedene Zuckerstreusel, die zum Weltraum-Thema passten.

Für die Muffins habe ich außerdem kleine Spieße mit Astronauten, Aliens und Planeten gebastelt. Die perfekte Süßigkeit für einen Weltall-Geburtstag sind natürlich Brause-Ufos; von denen spießte ich auch noch welche auf und steckte sie in die Muffins.

Sterne, Planeten und eine Rakete in unserem Wohnzimmer

Die Weltraum-Deko hielten wir relativ schlicht – das einzige “extravagante” Element war ein mit Helium gefüllter Raketen-Ballon! Der kam auch richtig gut an und wird uns noch eine Weile erhalten bleiben 🙂

Abgesehen davon nutzte ich einfache Materialien, die ich ohnehin zu Hause hatte: Ich schnitt aus buntem Tonpapier Sterne aus und fädelte diese zu zwei Girlanden auf. Und aus alten Versandkartons entstanden die Planeten unseres Sonnensystems: Zuerst wurden mithilfe diverser Schüsseln, Teller und Schalen unterschiedlich große Kreise aufgezeichnet und ausgeschnitten, die ich dann mit Acrylfarben von beiden Seiten bemalte.

Wir spannten eine Schnur quer durch den Raum, sodass die Planeten an einzelnen Schnüren daran befestigt werden konnten – natürlich in der richtigen Reihenfolge (wobei die Lampe die Sonne darstellte): Merkur, Venus, Erde (mit Mond), Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun – und Pluto, der zwar seinen Planetenstatus verloren hat, den wir aber einfach zu gern mögen 🙂

Kennt ihr eigentlich die Eselsbrücke für die Reihenfolge der Planeten? (Ich habe diesen Satz übrigens erst gelernt, als ich selbst schon Kinder hatte🙂

Mein Vater Erklärt Mir Jeden Samstag Unseren Nachthimmel.

Auf den Tisch kam (wie immer) Packpapier, dekoriert mit Brause-Ufos, auf die Teller legten wir Raketen-Servietten – da gibt es richtig coole Motive zu kaufen.

Dieses Mal luden wir die Gäste schon zum Mittagessen ein, und zu den Spaghetti mit Bolognese- Soße gab es noch ein bisschen Rohkost, teilweise in Sternform.

Das Programm: Astronauten-Ausbildung und eine Mission auf Ceres (mit Alienkontakt)

Das Astronauten-Programm hat sich mein Mann ausgedacht – und es würde zu weit führen, das hier bis ins Detail wiederzugeben! Er hat da wirklich viel Zeit und Energie reingesteckt, um aus der von unserem Geburtstagskind gewünschten Schatzsuche eine spannende Mission auf einem fernen Planeten zu machen!

Zuerst ging es für die Kinder aber noch ins Astronauten-Ausbildungscamp.

Neben sportlichen Aufgaben wie Kniebeugen und Balance-Übungen standen auch “Orientierung in absoluter Dunkelheit” (= Topfschlagen) und “Geschickter Umgang mit Werkzeug beim Tragen eines Raumanzugs” (= Schokoladenessen: Eine Tafel Schokolade wird in mehrere Lagen Zeitungspapier gewickelt, Messer und Gabel, dicke Handschuhe und Mütze sowie ein Würfel bereitgelegt. Reihum wird gewürfelt – wer eine 6 hat, darf Handschuhe und Mütze anziehen und beginnen, die Schokolade mit Hilfe des Bestecks auszupacken. Parallel wird natürlich weiter gewürfelt) auf dem Stundenplan. Natürlich gab es für die kleinen Astronauten in Ausbildung auch einen Crashkurs in Planetenkunde und ein paar Denksportaufgaben.

Für die erste Mission der Crew bekam jedes Kind eine eigene Aufgabe zugewiesen: Das Geburtstagskind durfte der Captain sein, außerdem gab es einen Navigator, einen Chemiker, einen Ingenieur, einen Sanitäter und eine Kommunikatorin (für den Fall eines Kontaktes mit Außerirdischen). Die Kinder wurden kurz in ihre jeweiligen Rollen eingewiesen und bekamen ihre Ausrüstung – das war im Fall des Navigators ein Kompass und so weiter.

Ziel der Mission war, die auf dem Zwergplaneten Ceres verstreuten Teile einer Rakete einzusammeln, diese wieder zusammenzubauen, mit Raketentreibstoff zu betanken und sie gemeinsam mit dem (ebenfalls auf Ceres befindlichen) Universalheilmittel gegen Corona und andere Krankheiten zur Erde zurückzuschießen.

Unterwegs auf dem Planeten Ceres (also in unserer unmittelbaren Nachbarschaft) mussten wir uns mit Hilfe unserer Einsatzbefehle und des Kompasses zurechtfinden (ein paar zusätzliche Richtungspfeile waren bereits von einer “Drohne” für uns hinterlassen worden). Jedes Kind konnte sich gemäß seiner Rolle beim Lösen der Aufgaben einbringen, hatte sozusagen eigene, individuelle Spezialfähigkeiten, sodass wirklich alle einbezogen waren und nicht nur (wie sonst oft) die zwei Schnellsten alles erledigten.

Wir sammelten die verschiedenen Teile der Rakete ein, mussten zwischendurch einen “Schutzschild” gegen tödliche Skalarstrahlung aktivieren (das war die Aufgabe des Ingenieurs), einen wichtigen Bestandteil des Raketentreibstoffs aus einem Alien-Klo (= einer Schüssel mit schleimigem Tapetenkleister) bergen, und gegen Ende des Einsatzes sahen wir uns sogar einem Alien gegenüber, das die Kommunikatorin unserer Crew zuerst missverstand, ihr dann aber doch den Standort des Universalheilmittels zeigte.

Für die Rolle des Aliens konnten wir glücklicherweise einen Freund von uns gewinnen, und hatten auch während der Astronauten-Ausbildung und der Mission auf Ceres eine Freundin an unserer Seite – das war sehr hilfreich und erleichternd, da wir ja immer auch noch ein Baby mit an Bord haben, dessen Schlaf-, Trink- und Wickelzeiten sich an keinen Geburtstagsablauf halten (müssen).

Jetzt hatten wir alles zusammen, um unsere Rakete zu bauen, zu betanken und mit ihr das Universalmittel zur Erde zu schießen. Unsere Rakete sah ungefähr so aus wie in dieser Anleitung – unter dem Suchbegriff “Wasserrakete” findet ihr aber noch ausführlichere und schönere Modelle sowie Anleitungen und Videos online.

Die Hauptsache ist: Es funktionierte!

Die Rakete flog – nicht ganz so hoch, wie wir es uns erhofft hatten, aber hoch genug, um die Kinder zu beeindrucken 😉

Alien-Mitgebtüten

Auch die Mitgebtüten habe ich zusammen mit den zwei großen Kindern gebastelt. Dafür brauchten wir schlichte braune Geschenktüten, buntes Papier und Wackelaugen.

Zuerst machten wir uns auf Schmierpapier ein paar Skizzen für unsere Aliens – da gibt es ja so viele lustige Möglichkeiten! Die Außerirdischen, die uns am besten gefielen, übertrugen wir aufs bunte Papier, schnitten sie aus und klebten sie auf die Geschenktüten. Wackelaugen drauf – fertig!

Gefüllt wurden die Mitgebtüten diesmal mit einer Sonnensystem-Postkarte, Planeten-Tattoos, Leuchtsternen, einem zum Thema passenden Radiergummi und “Astronauten-Nahrung” (ein Obst-Quetschie mit Panzer-Tape umwickelt und mit “Astronauten-Nahrung” beschriftet). Süßigkeiten kamen natürlich auch noch rein 🙂

Und zum Schluss eine Supernova – oder: Das Ende eines Sterns…

Geburtstage sind zum Wünsche erfüllen da (oder nicht?) und da sich unser Geburtstagsjunge explizit eine Piñata gewünscht hatte, gab es die natürlich auch. Dafür haben wir es uns einfach gemacht und eine zum Thema passende gekauft: einen goldenen Stern.

An ihm konnten die Kinder sich am Ende der Party noch richtig verausgaben und die Süßigkeiten, die herausfielen (bzw. geschleudert wurden…) in ihre Alien-Tüten stecken. (Von der Piñata habe ich übrigens noch Tage später etwas, wenn ich beim Stillen Süßigkeiten in den Sofaritzen finde 🙂 )

Das Fest ist aus, die Gäste gehen nach Haus’, und die Eltern sind fix und fertig 🙂

Das war also unsere Weltraum-Party! Vielleicht konnten wir dich ein bisschen inspirieren für den nächsten (oder übernächsten…) Kindergeburtstag.

Bis zum nächsten Mal, ganz liebe Grüße

Rebekka

PS: Vielen Dank an euch, die ihr meine Kaffeekasse (siehe rechte Seitenleiste) in den letzten Tagen bedacht habt – das bedeutet mir viel!

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