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Mein Schweden-Album 2026
Jetzt hat es uns wohl auch erwischt: Nach unserem zweiwöchigen Schweden-Urlaub diagnostiziere ich bei uns allen ein mildes bis mittelstark ausgeprägtes Bullerbü-Syndrom. Typisch für dieses von Berthold Franke beschriebene Phänomen ist die Verklärung und Reduzierung der schwedischen Kultur auf rote Holzhäuser-Romantik, unberührte Natur, Unbeschwertheit des Sommers und allzeit glücklich-entspannte Menschen. Und ja, genauso haben wir dieses Land erlebt! Natürlich kennen wir Schweden nur aus unserer Großstadt-geplagten Sommertouristenperspektive und haben keine Ahnung von den Herausforderungen, mit denen die Einwohnerinnen und Einwohner in ihrem Alltag so konfrontiert sind – das ist ja logisch. Wahrscheinlich haben wir gerade deshalb die gemütliche Entspanntheit, die wunderbar saftig-grüne Natur und das Losgelöstsein aus unseren eigenen Alltagssorgen…
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Advent im Rückblick
Warum ist es so, dass die Dinge oft erst im Nachhinein schön werden, dass ich erst, wenn etwas vorbei ist, realisiere, wie gut es eigentlich war? Auf diese Adventszeit trifft meine Beobachtung definitiv zu: Während ich noch mitten im Trubel steckte, war mir alles zu viel, ich fühlte mich meistens überfordert, genervt, schlecht gelaunt und kein bisschen besinnlich – in manchen Momenten überkam mich sogar eine Wut, die ich als advent rage getauft habe: Scheiß Advent! Als wir am vierten Advent die letzte Kerze auf dem grünen Kranz anzündeten, wünschte ich mir, noch einmal an den Anfang zurückgehen, alles nochmal besser machen zu können… Aber heute, wo ich Fotos…
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Kaleidoskop
Als ich ein kleines Mädchen war, bekam ich von meiner Tante ein Kaleidoskop geschenkt. Zuerst war ich ein bisschen enttäuscht von dieser eher unscheinbaren Papprolle – aber als ich durch die kleine runde Öffnung blickte und die leuchtenden Farben und die wunderbaren Muster sah, die sich immer wieder veränderten, wenn ich das Kaleidoskop drehte, war ich total fasziniert! Dieses Kaleidoskop habe ich immer noch, nach all den Jahren, und das will bei mir schon was heißen, denn ich kann mich ziemlich leicht von Dingen trennen und tue dies auch immer wieder. Aber das Kaleidoskop ist mir wichtig, ein wertvoller Schatz aus meiner Kindheit, voller Farbe und Schönheit und Überraschung. Im…
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36
Jetzt bin ich 36. Und damit so richtig in der „Lebensmitte“ angekommen. Natürlich weiß ich nicht, wie viel Zeit mir auf dieser Erde noch bleibt, aber statistisch betrachtet habe ich die erste Lebenshälfte demnächst hinter mir. Ich kann nicht anders als fragen, was war und was noch kommen wird – in der zweiten Halbzeit. Was habe ich erreicht, was für ein Mensch bin ich geworden, was habe ich gelernt und erlebt? Und was für eine Frau möchte ich werden, wie möchte ich den Rest meines Lebens gestalten? In letzter Zeit habe ich manchmal das Gefühl, in einer Art Midlife Crisis zu stecken. Ich stelle vieles in Frage, reibe mich frustriert…
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Im Moment…
{enthält unbeauftragte Werbung} Es regnet, gefühlt seit Wochen schon. Der Januar hat sich gezogen wie Kaugummi – aber, wie habe ich neulich irgendwo gelesen: “Der Februar ist der kürzeste Monat und dann kommt der März, und März ist schon fast Frühling.” Auch wenn ich eigentlich dafür bin, jede Zeit für sich zu nehmen und nicht ständig in Erwartung einer (hoffentlich) besseren Zukunft zu leben – die Aussicht auf Frühling tut gut. Dieser grau-nasse Zustand ist jetzt, nicht immer. Und ein bisschen bin ich auch dankbar für dieses kompromisslose Drinnen-Wetter, denn im Moment… … sind wir positiv… Nach zwei Jahren Pandemie, nach zwei Jahren Kontakte einschränken, Masken tragen, Händewaschen, Home Schooling,…












