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Dein Freund und Helfer: Ein Polizei-Geburtstag {mit Freebies}

{enthält Verlinkungen/unbeauftragte Werbung}

Kaum war Weihnachten vorbei, mussten wir auch schon an den nächsten Geburtstag denken:  Mitte Januar wurde unser Sohn, unser “Kleiner”, fünf Jahre alt. Fünf! Es ist verrückt. In diesem Jahr wünschte er sich eine Polizei-Party, und auch wenn mir persönlich dieses Motto zunächst als nicht sooo interessant oder ergiebig erschien, fielen uns in der Vorbereitung dann doch einige schöne Aktivitäten und Spiele ein, die ich hier gern mit euch teilen möchte.

Zwei Vorlagen zum kostenlosen Download habe ich auch für euch, um euch die Planung eurer eigenen Polizei-Party ein bisschen zu erleichtern.

Sowohl das Geburtstagskind als auch seine Schwester und die geladenen Gäste hatten viel Spaß; und das ist ja schließlich die Hauptsache!

Die Einladung

Als Einladungen dienten uns in diesem Jahr Polizei-Kellen, die wir mit unserem Sohn zusammen bastelten. Die Idee, “Vorladungen” auszustellen, kam uns zwischendurch auch, aber vier- bis fünfjährige Kinder können sich darunter noch nichts vorstellen, und deshalb entschieden wir uns für diese einfach zu bastelnde und auch gut zum Thema passende Variante.

Um es für euch ein bisschen einfacher zu machen, habe ich euch eine Vorlage erstellt, die ihr ausdrucken und für eure eigenen Basteleien nutzen könnt. Der Einladungstext kommt dann einfach auf die Rückseite – fertig.

Die Deko und das Essen

Auf den Tisch kam – wie eigentlich immer bei Kindergeburtstagen – ein Stück Packpapier, verziert mit etwas Absperrband (aus dem Baumarkt). Zusätzlich habe ich kleine Blumensträuße, bunte Schokolinsen und Polizei-Spielfiguren für die Deko verwendet.

Und wir haben in der ganzen Wohnung an verschiedenen Stellen Absperrband angeklebt 🙂

Zum Kaffee (bzw. zur Apfelschorle für die Kinder) gab es Amerikaner mit silberfarbenem Guss sowie “Ampel”-Brownies und ein bisschen Obst.

Die Amerikaner waren den Kindern nicht geheuer, aber ich fand den glänzenden Look eigentlich ganz schön 🙂

Nach dem Essen wurden die Geschenke ausgepackt. Wie auch schon beim Geburtstag unserer Tochter haben wir auch für unseren Sohn eine Geschenkekiste beim Spielzeugladen um die Ecke zusammengestellt, aus der die Gäste etwas für ihn aussuchen konnten.

So bekam das Geburtstagskind lauter schöne Sachen, genau nach seinem Geschmack – unter anderem ein Fernglas!

Ausbildung zu Polizeimeister*innen

Danach hieß es für die jungen Polizei-Rekruten dann auch schon strammstehen für ihren Ausbilder. Ausgestattet mit Mütze, Sonnenbrille, Bart und Trillerpfeife flößte er auf jeden Fall Respekt ein.

Im Zuge ihrer Ausbildung als Polizeimeister*innen mussten die Kinder verschiedene, auf einem Zettel aufgeführte Aufgaben erfüllen. Für jede erfolgreich bestandene Prüfung gab es einen Stempel auf dem Zettel – und am Schluss sollte den Kindern dann ihr Polizeimeisterausweis mitsamt einer kleinen Geschenktüte überreicht werden.

1 Polizeimützen basteln

Die erste Prüfung bestand im Basteln der eigenen Polizeimütze. Ich habe dafür die Vorlage von dieser Seite verwendet.

Da ich nicht mehr genug blauen Farbkarton da hatte, durften die Kinder stattdessen ihre Mütze in den Farben anmalen, die sie mochten. Teilweise kamen auch noch Glitzersteine darauf, was die Polizeikappen ganz besonders schön machte.

Um die Polizeimützen “echt” wirken zu lassen, hatte ich auch noch Polizeisterne mit dem Berliner Wappen ausgedruckt, die dann mittig aufgeklebt wurden. Die Polizeisterne zierten darüber hinaus die Polizeiausweise und die Geschenktüten.

Zur Erinnerung machte ich von jedem Kind noch ein Polaroid-Foto mit der selbstgebastelten Polizeimütze (plus Bärtchen und Letterboard).

Ich war natürlich auch mit am Start:

2 Kniebeugen machen

Polizisten und Polizistinnen müssen sportlich sein – deshalb sollten die Kinder bei der zweiten Prüfung so viele Kniebeugen machen, wie sie schafften. Die entsprechende Zahl wurde dann auf den Prüfungszetteln vermerkt.

3 Schuhspuren zuordnen

Täter hinterlassen oft Spuren am Tatort – diese gilt es dann zu sichern und zu vergleichen.

Für die nächste Prüfung habe ich eine Seite mit verschiedenen Fuß- und Schuhabdrücken gezeichnet. Das Blatt habe ich kopiert und anschließend aus der Kopie einige einzelne Schuhabdrücke ausgeschnitten. Diese mussten die Kinder dann den Schuhabdrücken auf dem Blatt zuordnen.

Hier könnt ihr euch meine Vorlage herunterladen:

4 (Verkehrs-)Schilderkunde

Auch Verkehrsschilder müssen Polizisten und Polizistinnen sehr gut kennen. Für die vierte Prüfung haben wir verschiedene Schilder ausgedruckt und die Kinder reihum gebeten, jeweils eines der Schilder zu erklären.

Das klappte sehr gut – und alle Polizeimeisteranwärter*innen bekamen einen weiteren Stempel auf ihrem Prüfungszettel.

5 Gedächtnisleistung: Gummibärchen-Memory

Diese Prüfung kam bei allen Rekruten wohl am Besten an: Das Gummibärchen-Memory.

Dafür benötigt man immer jeweils zwei Gummibärchen einer Farbe und Form (oder andere Süßigkeiten, immer paarweise), die unter Bechern versteckt werden. Wie beim herkömmlichen Memory auch, darf jedes Kind reihum zwei Becher aufdecken – findet es zwei identische Gummibärchen unter den Bechern, darf es eins davon selbst essen und das andere verschenken.

Während wir ganz konzentriert Gummibärchen-Pärchen suchten, ereignete sich in unserer Wohnung ein Verbrechen: Die Kiste mit den Dienstausweisen und Geschenktüten der Kinder wurde von einem dreisten Einbrecher gestohlen!

Zeit für den Spezial-Einsatz der Polizeimeisteranwärter*innen: Findet den Dieb, verhaftet ihn und stellt die Beute sicher.

6 Spezial-Einsatz: Den Dieb aufspüren und verhaften

Die Kinder waren sofort Feuer und Flamme! In Windeseile zogen wir uns an und folgten dem Dieb.

Direkt vor der Haustür hatte er seine Spuren hinterlassen – doch diese führten sowohl nach rechts als auch nach links… Welche Fährte war nun die richtige? Wir entschieden uns dazu, uns aufzuteilen. Ausgestattet mit Walkie Talkies (die unser Sohn passenderweise zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte), Taschenlampen und Handschellen brachen wir in zwei hochmotivierten Teams auf zur Gangsterjagd.

Immer wieder entdeckten wir Fußspuren – doch diese endeten immer wieder im Nichts. Über die Walkie Talkies hielten wir miteinander Kontakt. Wir leuchteten mit den Taschenlampen in dunkle Ecken. Wir beobachteten Passanten, die uns entgegen kamen – jeder konnte ja der Dieb sein… Das machte die Suche nach dem Verbrecher für die Kinder ziemlich real und spannend!

Schließlich gelang es uns, den Dieb einzukreisen und zu stellen. Er hatte sich eine Strumpfhose übers Gesicht gezogen und war für die Kinder so erst einmal tatsächlich nicht als mein Mann zu erkennen 🙂 Die Handschellen klickten und die Freude über die zurückeroberte Kiste war groß!

Feierliche Aushändigung der Dienstausweise

Zurück zu Hause gratulierten wir den Kindern zu ihrer bestandenen Prüfung und überreichten ihnen ihre Dienstausweise.

In den Geschenktüten steckte – neben dem Polaroidfoto des jeweiligen Kindes – ein Holzbuchstabe, ein Badestern, ein Aufbügler, ein Flummi und ein paar Süßigkeiten.

Bis zum Abendessen (es gab Pommes mit kleinen Ofenkäsen und Rohkost) war noch Zeit zum Topfschlagen und freien Spielen im Kinderzimmer.

Und das war er dann auch schon – der Polizei-Geburtstag!

Meine Tipps für Kindergeburtstage

Hier noch meine (hochsensiblen) Tipps für schöne Kindergeburtstage:

  1. Das Programm bis ins Detail planen und vorbereiten. Ich habe eine Polizeikappe vorgebastelt, um sicher zu gehen, dass die Vorlage auch funktioniert. Alle Materialien, die ich für eine Aktivität (z.B. Basteln, Gummibärchen-Memory, Rausgehen…) brauche, sammle ich vor der Party z.B. auf einem Tablett, sodass ich alles immer sofort parat habe und nichts mehr suchen muss, wenn die Kinder schon da sind. Das hilft mir, entspannt zu bleiben und mich auf die Kinder konzentrieren zu können.
  2. Das Essen einfach halten. Anstatt Fondant- und Cremetorten mögen Kinder (meiner Erfahrung nach) meistens am liebsten stinknormale Muffins mit bunten Schokolinsen oben drauf, oder auch Amerikaner, Rührkuchen oder Waffeln. Obst und Gemüse reiche ich immer dazu, einfach aus Prinzip. Ansonsten ist alles, was aus dem Ofen kommt, ideal, weil man nicht mehr viel machen muss, wenn die Gäste da sind – zum Beispiel Pommes oder Pizza.
  3. Themen-Partys schmeißen. Es hat sich bei uns so ergeben, dass die Kinder sich ihre Geburtstagsfeier zu einem bestimmten Thema wünschen. So hatten wir u.a. schon einen Pferde-Geburtstag und einen Dino-Geburtstag. Uns als Eltern erleichtert das die Planung, weil wir in allen Überlegungen zu Einladungen, Spielen, Essen und Deko so schon eine Richtung vorgegeben haben. Und uns macht die Vorbereitung und Durchführung auf diese Weise auch sehr viel Spaß!
  4. Raus gehen. Sofern das Wetter es zulässt, gehen wir beim Kindergeburtstag auf jeden Fall raus, anstatt nur in der Bude zu hocken. Die Kinder brauchen die frische Luft und Bewegung, und den Erwachsenen tut es gut, dass der Schall sich im Freien besser verteilt 🙂
  5. Sich Unterstützung holen. Das haben wir bisher bei jedem Kindergeburtstag gemacht und sind total dankbar für meine Schwester und unsere Freunde, die uns bei den Feiern unterstützen. Es ist total gut, zu dritt zu sein – dann können zwei Erwachsene die Kinder beaufsichtigen, während der oder die Dritte schon das Abendessen vorbereitet oder kurz das nächste Spiel aufbaut. Mich entspannt schon allein die Tatsache, dass meine Schwester oder meine Freundin mit dabei sein wird, total.
  6. Raum für freies Spiel lassen. Auch wenn den Kindern organisierte Spiele und Schatzsuchen total viel Spaß machen – sie genießen es auch, einfach ein bisschen frei im Kinderzimmer oder draußen im Garten oder auf dem Spielplatz spielen zu können. Das Programm muss also gar nicht von vorne bis hinten durchgetaktet sein.

Ich hoffe, wir konnten euch ein bisschen inspirieren für euren nächsten Kindergeburtstag – erzählt doch mal, wie das bei euch so abläuft.

Welche Tipps habt ihr für eine entspannte Feier?

Wir haben bis zum nächsten Kindergeburtstag zwar noch ein paar Monate Zeit – aber unsere Tochter überlegt schon, welches Motto sie sich wünscht 😉

4 Kommentare

  • Ina Bronner

    Liebe Rebekka,
    vielen Dank für deinen Beitrag hier. Das hat mich echt “gerettet”. Sohnemann wollte auch gerne einen Polizeigeburtstag haben und mir kam die Idee mit einer Polizeiausbildung und einer Verbrecherjagd. Und siehe da – hier gibt es schon viele Vorlagen. Das entspannt mein müden Gehirn. Sei gesegnet!
    Ina mit Elias und Lea an der Hand und Hanna im Herzen

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