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Mut am Montag #1

Lange habe ich nichts mehr unter Mut am Montag gepostet. Für das neue Jahr habe ich mir vorgenommen, diese Kategorie nicht mehr so zu vernachlässigen. Mut am Montag steht für kleine, ermutigende Impulse – nicht unbedingt weltbewegende Erkenntnisse, aber doch wertvolle Wahrheiten, die man nicht oft genug hören kann.

Am Wochenende waren wir im Schwimmbad. Wir wollten das Seepferdchen unserer Tochter feiern (und dabei sehen, ob sie das Schwimmen in den vergangenen drei Monaten verlernt hat…) und einfach einen schönen Tag zusammen verbringen. Während mein Mann sich mit unserer Tochter auf die große Rutsche wagte, blieben der Sohn und ich im flacheren Kinderbereich. Er lief mal hierhin, mal dahin, erfreute sich an springenden Wasserfontänen, rutschte die grüne Drachenrutsche herunter und hatte eine Menge Spaß – während ich in der Nähe am Beckenrand wartete und ihm zusah. Er war ganz vertieft in sein Spiel.

Plötzlich hielt er inne und drehte sich suchend um. Er hatte überhaupt nicht bemerkt, dass ich nicht mehr direkt neben ihm stand. Unter all den Menschen fühlte er sich auf einmal ganz allein.

Ich erkannte seinen suchenden Blick, die ersten Anzeichen von Panik in seinem Gesicht, und winkte ihm zu. Als er darauf nicht reagierte, stand ich auf, ging ein paar Schritte auf ihn zu und rief seinen Namen.

Erleichterung in seinen Augen: Mama ist da. Ich kann weiterspielen.

In dem Moment wurde mir wieder neu bewusst, dass es mit Gott ganz genauso ist. Während ich meinen Alltag gestalte, in der Küche wusele, To-Do-Listen abhake, ganz vertieft bin in was-auch-immer – Er ist da. Ganz in meiner Nähe. Keinen Augenblick lässt er mich aus den Augen, wie eine Mutter am Beckenrand.

Manchmal kommt es uns so vor, als wären wir mutterseelenallein im Trubel der Welt. Wir blicken auf vom Alltagschaos – und da ist niemand. Wir fühlen uns verlassen und unsichtbar.

Wir vergessen so leicht, dass Er da ist. Ganz nah.

Dass er uns im Blick hat, und dass seine Augen voller Liebe sind.

Er freut sich an uns.

Er freut sich an dir.

In seinem Blick sehe ich so viel Stolz und Zärtlichkeit: Ich habe sie gemacht – ist sie nicht wunderbar?

Was auch immer dir heute begegnet, wie auch immer du dich an diesem Montag fühlst:

Gott ist da.

Er sitzt am Beckenrand, ganz in deiner Nähe, bereit, deinen Blick zu finden und deinen Namen zu rufen.

Ich wünsche dir eine gesegnete Woche in dieser Gewissheit!


2 Kommentare

  • Angela

    Liebe Rebekka,

    das war aber ein kleiner Schock am Montagmorgen – Abschied bei Gottnaheglücklich! Bin so froh dass du weiter machst, es gibt immer weniger Blogs die ich regelmäßig lese und die mir gut tun, und deiner – wie auch immer er heißt – gehört dazu! Bleib gesegnet & Segnende in diesem neuen Jahr!
    Liebe Grüße, Angela

    PS: toll dass du so eine komplette Seite selbst “basteln” kannst! Ich brauche immer bis ich mich an was Neues gewöhne – warum neu, das Alte war doch auch schön… 😉

    • rebekkasloveletter

      Liebe Angela, ich freue mich, dass du hier bist und mir trotz der Veränderungen treu bleibst 😉 Ich verstehe dich, was das Gewöhnen an Neues angeht – mir ging es selbst schon so mit anderen Blogs oder Seiten. Das braucht einfach ein bisschen Zeit. Dir wünsche ich auch ein gesegnetes neues Jahr – alles Liebe dir!

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