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Eingeladen du bist! – Ideen für einen Star Wars- Kindergeburtstag

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Seit Monaten gibt es für unseren mittleren Sohn im Wesentlichen ein Thema: Star Wars. Und schließlich kam es, wie es kommen musste – er wünschte sich eine Star Wars-Party zum Geburtstag. Ok. Ich persönlich bin ja kein Fan (und bei allen Star Wars-Filmen, die ich je gezwungen wurde, anzuschauen, bald eingeschlafen…), aber immerhin kennt mein Mann sich ein bisschen aus, und das Internet schwirrt nur so vor Ideen, also war ich zuversichtlich, dass wir das schon irgendwie hinkriegen würden.

Und tatsächlich: Es war eine richtig schöne Feier. Unser Sohn hatte eine gute Zeit mit seinen Freunden, und ich kann so langsam auch mitreden und finde sogar Spaß an dem ganzen Thema.

Geholfen haben mir das Buch Star Wars Supereasy. Als Einsteiger durch die Galaxis aus der Bücherei, sowie – mal wieder – Pinterest mit all seinen kreativen Menschen. Es gibt unendlich viele Ideen zur Gestaltung einer Party mit Star Wars-Thema! Einige davon habe ich hier auf meiner Pinnwand gesammelt; umsetzen konnten wir nur wenige, weil es einfach viel zu viele sind (und es ja auch noch andere Dinge zu tun gibt…). Man könnte einen Star Wars-Kindergeburtstag also auch ganz anders aufziehen, als wir es getan haben, aber vielleicht findest du ja doch ein paar brauchbare Ideen und Inspirationen 🙂

Die Einladung

Die Einladung haben wir auch dieses Jahr wieder zusammen gebastelt; das finde ich immer ein schönes Ritual. Einfach einen Meister Yoda in schwarz-weiß finden und ausdrucken, vom Kind ausmalen lassen und auf eine schwarze Karte kleben. Passende Star Wars-Schriften kann man z.B. hier herunterladen und installieren – wir haben diese nicht nur für die Einladung, sondern auch für die Hinweise und Texte während der “Mission” am Geburtstag verwendet.

Das Besondere an der Einladung ist natürlich das Lichtschwert (bzw. Knicklicht), das in Yodas Mantel steckt. Dafür nur einen kleinen Schnitt an der richtigen Stelle setzen, das Knicklicht (ohne es zu aktivieren!) durchschieben und auf der Rückseite mit etwas Klebeband fixieren.

Galaktische Deko

Bei der Deko habe ich es mir dieses Mal leicht gemacht und hauptsächlich gekaufte, fertige Elemente verwendet. Folienballons, mit Helium gefüllt, sind immer ein Highlight für die Kinder. Außerdem haben wir Star Wars-Poster in verschiedenen Größen bestellt: kleinere in schwarz-weiß, welche “Konstruktionspläne” diverser (Flug-)Objekte abbilden, und große, die Szenen aus den Filmen zeigen. Auch nach der Party werden diese Poster wohl nicht mehr aus unserer Wohnung verschwinden…

Selbst gemacht habe ich nur eine Girlande mit einigen der bekanntesten Figuren des Star Wars-Universums. Es war eine Herausforderung für mich, diese doch teils ungewöhnlichen Gestalten zu zeichnen, aber es hat eine Menge Spaß gemacht und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Auf den Tisch kam eine dünne Tischdecke mit blau-schwarzem Sternhimmeldruck, und Servietten mit R2D2 habe ich auch noch gefunden – fertig.

Speis und Trank für junge Padawane

Wir starteten schon um 11 Uhr mit der Party, sodass es nach dem Geschenke auspacken und allgemeinem Ankommen erst einmal Mittagessen gab: Hotdogs (das bisher mit Abstand einfachste Partyessen – warum bin ich darauf nicht früher gekommen?!) mit Yoda-Gemüseteller. Der wurde tatsächlich ratzfatz leergeräumt!

Als besonderes Getränk boten wir (selbst ausgedachtes) Tatooinisches Ale an: alkoholfreier Blue Curaçao aufgefüllt mit Sprudelwasser oder Zitronenlimonade. Das sieht fancy aus und kam bei den Kindern richtig gut an!

Für das Kuchenessen am Nachmittag habe ich mich wieder an einem Motivkuchen versucht: Brownie in Form von Han Solos Millennium Falken. Die grundsätzliche Idee dazu habe ich bei Pinterest entdeckt, mir das Vorgehen aber selbst überlegt.

Für meinen Millennium Falken habe ich zwei Brownies gebacken: einen in einer runden Springform und einen eckigen. Aus dem eckigen habe ich alle zusätzlichen Elemente geschnitten und mit Kuvertüre festgeklebt. Auch wenn der Kuchen am Ende lecker schmeckte und einigermaßen gut aussah, würde ich beim nächsten Mal keinen so schweren Brownie-Teig verwenden, sondern einen normalen Rührteig.

Zusätzlich zum Kuchen brachte eine Freundin Schoko-Muffins mit, getoppt natürlich mit Star Wars-Figuren, und für die Vitamine gab es Traubenspieß-Lichtschwerter.

Jedi-Ausbildung und erste Mission

Für unsere jungen Gäste war diese nicht ihre erste Geburtstagsfeier bei uns, deshalb waren sie auch mit gewissen Erwartungen gekommen: Wir wurden sofort gefragt, wann es endlich mit der “Schatzsuche” losgehen würde. Eine Schatzsuche im klassischen Sinne gab es dieses Jahr nicht, dafür aber eine Ausbildung zum Jedi-Ritter und eine Mission zu nichts geringerem als der Rettung der Galaxis.

Um die Kinder in die richtige Stimmung zu versetzen und das Nachmittagsprogramm in eine Rahmengeschichte einzubetten, hat mein Mann ein Intro im Stil der Star Wars-Filme gestaltet – mit dem original Soundtrack. Dieses geht gut mit dem Star Wars Intro Generator – einfach den Text eingeben, die Geschwindigkeit einstellen und auf “Play” klicken. Herunterladen kann man das entstandene Video zwar nicht, aber einen Link erstellen und es abspielen, solange man eine Internetverbindung hat.

Wir mussten das Intro zwar zweimal laufen lassen (da auch die langsamste Geschwindigkeit noch ziemlich schnell für die aufgedrehten Jungs war), aber es war doch wirklich cool!

Um ein Jedi-Ritter zu werden, muss der Padawan mehrere Prüfungen bestehen. Wir haben uns für die Prüfungen des Geistes, des Körpers, des Könnens und des Mutes entschieden und uns jeweils passende Aktivitäten dafür ausgedacht (und wenn ich schreibe “wir”, dann meine ich damit eigentlich meinen Mann, denn mein Beitrag zum Programm war ziemlich klein).

Die erste Aufgabe bestand in der Prüfung des Geistes. Hierbei mussten sich die Jungs immer zu zweit tief in die Augen schauen, ohne herumzualbern oder auch nur zu lächeln. Alternativ könnte man an dieser Stelle auch eine kleine Meditation zu Star Wars einbauen – in englischer Sprache gibt es das auf YouTube, auf Deutsch müsste man sich selbst etwas überlegen.

Als die Prüfung zu Ende war, erhielten wir plötzlich eine gepiepste Nachricht von R2-D2, die abgesehen von meinem Mann, dem Jedi-Meister, natürlich niemand verstand. Er übersetzte für uns, dass die Padawane nun dringend aufbrechen mussten: Eine Gruppe böser Sturmtruppler hatte ihre Lichtschwerter und Kyberkristalle gestohlen.

So ging es endlich raus, wo Gott sei Dank die Sonne schien und man es trotz der Januarkälte ganz gut aushalten konnte.

Versteckt in mit Sturmtruppler-Masken beklebten Wasserflaschen waren die “Kyberkristalle”. Die Jungs attackierten die Sturmtruppler sofort mit Bocciakugeln und erbeuteten schnell die Kristalle. Nach dem Verhör eines überlebenden Sturmtrupplers stellte sich jedoch heraus, dass sich die Lichtschwerter am anderen Ende des angrenzenden Lavastromes befanden (mit reichlich Straßenkreide markierter Pflastersteinweg). Die “Lavaströme” konnten nicht anders als auf Becherstelzen überquert werden – das war gar nicht mal so einfach. Es gab weniger Becherstelzen als Padawane, sodass sie sich überlegen mussten, wie diese Aufgabe nicht nur sportlich sondern auch organisatorisch zu bewältigen war.

Als die Kinder schließlich ihre individuellen Lichtschwerter in den Händen hielten (gebastelt aus Poolnudeln sowie grauem, silbernem und schwarzen Tapes), konnten diese mit den zurückeroberten Kyberkristallen aktiviert werden (in einen kleinen Schlitz am unseren Ende des Poolnudelschwertes gestopft). Nun musste erst einmal eine Weile gegeneinander gekämpft werden, bevor sich wieder auf die eigentliche Mission konzentriert werden konnte.

Eine alternative Idee hierzu wäre, die Kinder ihre Lichtschwerter selbst basteln zu lassen – so entspräche es auch mehr der Originalgeschichte, dass jeder Jedi-Ritter sein eigenes Schwert baut, nachdem er zuvor die mit der Macht verbundene Kyberkristalle aufgespürt hat.

Die anschließende Prüfung des Könnens bestand u.a. im gemeinsamen Transport eines Luftballons mit den Lichtschwertern, was bei dem Wind nur gemeinschaftlich möglich war.

Nachdem auch die Prüfungen des Körpers, des Könnens und des Mutes erfolgreich absolviert waren, schickte plötzlich Darth Vader eine Sprachnachricht auf das Handy des Jedi-Meisters. Mit Hilfe einer YouTube-Anleitung und eines Audioeditors hatte mein Mann eine selbst aufgenommene Sprachnachricht erfolgreich so verzerrt, dass die Kinder darin ihren Lieblingsschurken wiedererkannten. Alarmiert von der Botschaft kehrten die zu Jedi-Rittern ausgebildeten Jungs schnell zurück auf den Heimatplaneten, wo der größte Kampf noch auf sie wartete…

Die Zerstörung des Todessterns

Denn das Ende der Mission unserer Jedi-Ritter bestand (natürlich) darin, den Todesstern zu zerstören. Diesen hatten mein Mann und ich in stundenlanger abendlicher Arbeit aus einem großen Luftballon, Kleister und vielen Zeitungsstreifen gebastelt. Gute Anleitungen dafür findet ihr anderswo – von mir nur der Tipp, rechtzeitig (also am besten mindestens zwei Wochen vor der Party!) mit dem Basteln zu beginnen. Es kann wirklich lange dauern, bis der Kleister komplett getrocknet ist…

Der Aufwand lohnt sich aber, denn so eine Todesstern-Piñata kaputt zu kloppen, macht einfach doppelt Spaß! Und da die Zerstörung des Todessterns allein mit den Lichtschwertern nicht gelang, musste zuletzt doch der Holzknüppel-Protonentorpedo zum Einsatz kommen 😉

Und zum Schluss noch die Mitgebsel…

Die Idee für die Sturmtruppler-Mitgebtüten habe ich mir hier abgeschaut – simpel, aber wirkungsvoll. Rein kam neben ein paar Süßigkeiten ein 3D-Bastelset für ein Raumschiff, ein Silikon-Armband, ein Yoda-Anstecker sowie ein paar Star Wars-Sticker und Tattoos. Ich habe da einen ganzen Beutel voll von diesem Kram günstig gekauft und auf alle Kinder verteilt. Fertig.

Und das war er – unser Star Wars-Kindergeburtstag! Es könnte sein, dass ich durch all die Beschäftigung mit dem Thema doch ein winzigkleiner Fan geworden bin…

Es war viel Arbeit, alles zu planen und vorzubereiten, aber am Ende hatten die Kinder eine gute Zeit, und somit hat es sich gelohnt. Sehr schön (und nicht planbar) war neben dem Wetter auch das Miteinander der Jungs, die gut aufeinander achteten, sich auch mal auf positive Art ihre Grenzen aufzeigten und die Todesstern-Beute selbstständig fair untereinander aufteilten. Das zu beobachten, hat uns sehr gefreut.

Jetzt haben wir wieder ein paar Monate Zeit bis zum nächsten Kindergeburtstag – und das ist auch gut so 😉

Ganz viel Spaß beim Lesen und dich Inspirieren lassen – bis bald!

deine Rebekka

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