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Wir basteln einen Briefkasten für unsere Familienpost

Meine Kinder schreiben gern Briefe – was für ein Glück! Es gibt für mich kaum etwas Schöneres als einen liebevollen Brief von Kinderhand zu bekommen. Oft sind diese auch noch illustriert, und sie kommen immer von Herzen.

Besonders unser Erstklässler hat mit dem Schreiben eine neue, wunderbare Welt für sich entdeckt – und ein Medium, seinen vielfältigen Gefühlen und Ideen Ausdruck zu verleihen. Seine Briefe sind etwas ganz besonderes und spiegeln seine Persönlichkeit und Gefühlswelt total gut wieder.

Auch ich schreibe meinen Kindern gern Briefe – zum Beispiel gebe ich ihnen immer eine Karte oder einen Brief mit, wenn sie mal eine Woche bei den Großeltern verbringen. Dieser Gruß wird dann tatsächlich jeden Tag gelesen, so wurde mir berichtet. Auch zum Geburtstag oder zu anderen Anlässen schreibe ich meinen Kindern Briefe, und damit habe ich schon begonnen, als sie noch in meinem Bauch wohnten.

Bisher wurden die innerfamiliären Briefe oft auf Kopfkissen oder am Esstischplatz hinterlegt – jetzt haben wir dafür einen neuen Ort geschaffen: den Briefkasten für unsere Familienpost!

Den kann man sich ganz leicht basteln und schafft damit eine tolle Möglichkeit, miteinander schriftlich (in Wort und Bild) zu kommunizieren! Unser Briefkasten wird jedenfalls schon fleißig genutzt 🙂

Einen Briefkasten basteln – so geht’s!

Für euren eigenen Familienbriefkasten braucht ihr nichts weiter als

  • einen stabilen, mittelgroßen Karton
  • starken Kleber
  • evtl. eine Schere
  • Acryl- oder Kreidefarbe (in Weiß und Farbe(n) eurer Wahl) und
  • ggf. Buchstabenstempel oder einfach Filzstifte.

Im ersten Schritt klebt (und evtl. schneidet) ihr die Öffnungslaschen des Kartons so zurecht, dass sich eine Klappe zum Briefeinwurf ergibt. Wie das genau funktioniert, hängt von eurem Karton und dessen “Öffnungsmechanismus” ab, da müsst ihr vielleicht ein bisschen ausprobieren.

Entfernt alle Strichcodes, Adress- und sonstigen Aufkleber von eurem Karton so gut es geht.

Als nächstes wird der Karton von allen sichtbaren Seiten mit weißer Farbe grundiert. Die Seite, an der der Briefkasten später aufgehängt wird, kann natürlich ausgespart bleiben.

Die weiße Grundierung dient dazu, eventuell noch vorhandene Aufdrucke des Kartons zu überdecken und lässt zudem die im nächsten Schritt aufgetragene Farbe schöner leuchten.

Ein kleiner Hinweis zum Arbeiten mit Acrylfarbe: Diese lässt sich, wenn sie einmal getrocknet ist, nicht mehr wirklich aus Kleidung herauswaschen. Wenn die Kinder und ich mit Acrylfarben malen, decken wir den Arbeitsbereich gut ab und ziehen die obere Klamottenschicht aus – oder eine Schürze an 🙂

Wenn die weiße Farbe getrocknet ist, könnt ihr euch überlegen, welche Farbe(n) euer Briefkasten bekommen soll.

Unsere ursprüngliche Idee, den Briefkasten “postgelb” zu bemalen, haben wir dann doch verworfen und uns für ein selbst zusammen gemischtes pastelliges Türkis entschieden. Damit wird der Karton dann in ein bis zwei Schichten bemalt. Jetzt heißt es wieder: Warten und Trocknen lassen…

Zum Schluss darf der Familienbriefkasten nach Herzenslust bestempelt, beschriftet und bemalt werden. Ich habe mich für eine eher schlichte Dekoration entschieden – aber da sind der Fantasie letztlich keine Grenzen gesetzt.

Eine lustige Idee ist zum Beispiel, Zeiten anzugeben, zu denen der Briefkasten geleert wird (so wie das bei “echten” Briefkästen der Fall ist). Wer mag, kann auch Sticker aufkleben und den Familienbriefkasten damit aufpeppen.

Wenn der Briefkasten fertig gestaltet ist, muss natürlich ein Platz für ihn gefunden werden.

Bei uns hängt der nun an der Tür zum Arbeitszimmer. Ich habe ihn dort mit tesa PowerStrips befestigt und hoffe, dass er damit lange hält! Aber sehr viel Gewicht muss er ja eigentlich nicht aushalten… nur ganz viel Liebe auf Papier!

Wie ist das bei euch – schreibt ihr gern Briefe innerhalb der Familie?

Vielleicht kann das ja auch eine schöne neue Tradition für euch werden!

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachbasteln sowie beim Briefe schreiben und bekommen!

4 Kommentare

  • Iris

    Liebe Rebekka

    Es ist schön zwischendurch wieder von dir zu lesen. Die Blumen zum Ausmalen haben wir ausgedruckt und auch schon ein paar bunte Blüten verschenkt. Gerade habe ich mir auch dein Sommerferientagebuch ausgedruckt. Auch wenn der Sommer noch eine Weile hin ist und uns der Frühling bisher hauptsächlich Regen und kühle Temperaturen beschert, freue ich mich bereits darauf es auszufüllen. Bis dahin ” bearbeite” ich das kleine Heftlein zur Nacht, welches dem Loveletter beilag. Könntest du dir vorstellen solch ein ” Nachtbuch” auch als grössere Version wie eben das Ferientagebuch zu kreiren? Mit mehreren Ausmalbildern und Inspirationen und Möglichkeiten für eigene Gedanken und Gebete? Der einzige Nachteil an dem kleinen Heft über die Nacht ist nämlich der, das es so schnell ausgefüllt ist😃
    Viele liebe Grüsse und erwartungsfrohe Tage
    Iris

    • rebekkasloveletter

      Danke dir für deinen Kommentar und die Idee, liebe Iris! So etwas könnte ich mir in der Tat vorstellen… ich merke mir das mal und schaue, wann ich dazu komme 😉

  • Friederike

    Super Idee! Bis jetzt habe ich ja nur ein schreibendes Kind, aber es könnte ja auch was gemalt werden. Ich werd ihnen euren schönen Briefkasten mal zeigen und schauen, ob die Kinder Lust haben. 🙂

    • rebekkasloveletter

      Liebe Friederike, danke für deinen Kommentar! Und, habt ihr inzwischen auch einen Briefkasten bei euch zu Hause? 😉 Liebe Grüße!

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