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Im Moment…

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Immer wieder frage ich mich: Liest überhaupt noch jemand Blogs? Im Zeitalter der immer kürzeren Videos (und damit der immer stärker schrumpfenden Aufmerksamkeitsspanne) – hat da überhaupt noch jemand Lust, lange Aneinanderreihungen von Wörtern zu lesen? Bei mir blinkt und bewegt sich jedenfalls nix, da kannst du lange warten… Und ich gebe zu: Ich verbringe selbst deutlich mehr Zeit damit, von einer Instagram-Story zur nächsten zu wischen, als Blogbeiträge zu lesen. Ist der Blog ein aussterbendes Medium?

Ich hoffe ja nicht… Du bist noch da, ich bin da – und das reicht ja auch erst mal. Schön, dass du da bist, dass du ein kleines Stück Leben teilst, dass du noch nicht weitergescrollt hast 🙂 Willkommen in meinem Eckchen Internet!

Im Moment…

… freue ich mich immer noch über meine schönen Geburtstagsgeschenke!

Auch in diesem Jahr wurde ich wieder sehr liebevoll und achtsam beschenkt – das merke ich unter anderem daran, dass ich mich auch Tage und Wochen später noch über meine Geschenke freue. Manchmal machen Sachen eben doch glücklich 😉

Ich habe unter anderem einige schöne Bücher bekommen (eine besondere Überraschung war The Pencil Perfect, die Kulturgeschichte des Bleistifts von Caroline Weaver – total interessant und schön gemacht!), Hand- und Fußgelenksgewichte für meine Workouts, das neue Album von Rend Collective und den Instants of Love-Ring von Stilnest.

… male ich ein kleines bisschen, ab und zu.

Unter meinen Geburtstagsgeschenken waren einige Aquarell-Bücher, und die haben mich natürlich schon angefixt, den Pinsel wieder öfter zur Hand zu nehmen! Und jetzt kommt ja auch die kühlere Jahreszeit mit mehr Drinnen-Zeit…

Urban Watercolor finde ich immer noch besonders faszinierend und so sind es momentan besonders solche Motive, die ich male. Ich verspüre keinen Druck, etwas “Perfektes” zustande zu bringen, oder überhaupt irgendetwas zustande zu bringen. Ich muss nichts vorzeigen, niemandem etwas beweisen, auch nicht mir selbst. Wenn ich Zeit finde und Lust habe, male ich eben ein bisschen (besonders schön ist es, wenn sich ein bis drei Kinder mit dazu setzen…) – und wenn nicht, dann nicht.

Es tut mir gut, zu malen. Und dabei ganz frei zu sein. Immer wieder denke ich zwar, wie schön es wäre, mit dem Malen Geld zu verdienen, und ich bewundere die Illustratorinnen und Künstlerinnen, die das tun – aber gleichzeitig ist es auch sehr wertvoll, einfach nur malen zu können, weil ich es eben gerne tue, in großer Freiheit.

Die Urban Watercolor-Motive, die ich euch hier zeige, stammen alle aus dem Buch Urban Watercolor Journey (Teil 1) von Sue Hiepler; die restlichen Bilder sind im oder kurz nach dem Urlaub entstanden – inspiriert vom Meer.

… rückt die Kita-Eingewöhnung näher!

Jetzt sind es nur noch Wochen, eigentlich eher Tage, bis die Eingewöhnung unseres Jüngsten in der Kita beginnt. Ich habe mir immer wieder Sorgen gemacht, wie das wohl klappen wird, da er bisher ja fast nur bei mir bzw. uns war und nicht gerne anderen Menschen anvertraut werden wollte. Das hat sich aber den Sommer über geändert: Unser Sohn ist kontaktfreudiger und offener geworden, konnte auch schon mehrere Stunden in der Obhut einer Babysitterin verbringen. Er wagt es, sich von mir zu entfernen und erkundet gern neue, unbekannte Umgebungen. Er kann seinen Willen sehr deutlich kommunizieren und sein Wortschatz wächst jede Woche. Außerdem hat er Anfang des Monats auch seine ersten Schritte gemacht – das war für mich irgendwie ein wichtiger Meilenstein, den ich unbedingt noch vor der Eingewöhnung erreichen wollte. Und jetzt habe ich ein gutes Gefühl. Ich kann mir den Kleinen immer besser im Kreise anderer kleiner Kinder vorstellen – es wird ihm gefallen.

Natürlich bin ich auch wehmütig. Wie schnell sind die letzten eineinhalb Jahre vergangen! Gerade eben war er noch ein Neugeborenes, und jetzt kommt er schon in die Kita? Ich werde bestimmt die eine oder andere Träne verdrücken in den nächsten Wochen…

Dass wir bald in eine neue Phase übergehen, hilft mir aber auch. Ich genieße diese Tage mit meinem kleinen Sohn ganz besonders. Ich schaue ihm noch einmal aufmerksamer zu, mache lauter kleine mentale Fotos für mein Herz und mein Gedächtnis. Ich nehme mir nochmal extra Zeit, bin ganz da, im Moment.

Ich weiß, die Eingewöhnung wird ihre Zeit brauchen. Und er wird bestimmt immer wieder Tage- und Wochenweise zu Hause sein, weil er krank ist oder die Kita Ferien macht. Wir werden immer noch und immer wieder viel Zeit zusammen haben, auch wenn nun bald ein Lebenskapitel zu Ende geht.♥

… weiß ich immer noch nicht, wie es für mich weitergeht.

Wenn die Eingewöhnung abgeschlossen ist, kann für mich – theoretisch sofort, praktisch wahrscheinlich eher etwas später – ein neues Kapitel beginnen. Aber ich habe immer noch keine Ahnung, wie das aussehen wird.

Ich weiß nicht wirklich, was ich will – und frage mich zugleich, ob das überhaupt so eine große Rolle spielt. Es gibt ganz andere Fragen und Parameter zu bedenken: Arbeitszeit und Kinderbetreuung, Gehalt und Flexibilität, Sinnhaftigkeit der Aufgabe, meine Ausbildung, Fahrzeiten etc. Da erscheint es mir fast als Luxus, nach meinem eigenen Willen zu fragen, nach meinen Wünschen und Träumen und Zielen.

Im Moment fällt es mir auch schwer, darüber nachzudenken, was kommt. Ich bin noch zu sehr im Hier und Jetzt gefordert, habe keine Kapazitäten frei, weder kognitiv noch emotional.

Also vertröste ich mich selbst (und alle, die mich fragen) auf später. Wenn ich mal ein paar Stunden für mich habe, wenn ich mal wieder klar denken kann, wenn die Tür sich endlich geöffnet hat – dann mache ich den ersten Schritt. Und danach den nächsten. In der Hoffnung, dass Gott mich dabei führt und leitet und irgendwie alles an seinen Platz fällt.

… übernehme ich neue Aufgaben.

Seit wenigen Monaten bin ich Teil des Vorstandes unserer Kirchengemeinde und so langsam steige ich in meine neue Aufgabe ein. Ich habe überlegt, wo und wie ich meine Gaben am besten einbringen kann – und kam ziemlich schnell auf den Gemeindebrief.

Unser Gemeindebrief war bisher ein kleines A5-Heft, das einmal pro Vierteljahr erschien und neben einem Veranstaltungskalender für die nächsten Monate auch verschiedene Berichte und Texte über das Gemeindeleben enthielt.

Nun ist es für uns dran, ein bisschen mit der Zeit zu gehen und den Gemeindebrief zu digitalisieren – in Zukunft wird es einen regelmäßigen Newsletter geben, und außerdem wird der Gemeindeblog (re-)aktiviert. Für die älteren Gemeindemitglieder ohne Internetanschluss drucken wir den Newsletter aus. Zusätzlich gibt es ein Kalenderblatt mit den Terminen der nächsten zwei Monate als praktische Übersicht z.B. für den Kühlschrank oder die Pinnwand.

So ist jedenfalls der Plan! Ich bin gespannt, wie das alles wird – arbeitsintensiv, auf jeden Fall, aber ich habe richtig Lust, mich einzubringen und etwas Neues auszuprobieren.

… habe ich endlich wieder einen Hauskreis!

Überhaupt spielt die Gemeinde gerade wieder eine größere Rolle in meinem Leben: Nach über zwei Jahren ohne Hauskreis habe ich jetzt endlich wieder einen gefunden (oder er mich?)!

Während Corona und der Anfangszeit mit kleinem Baby war es schwierig bis unmöglich für mich, abends an einer Kleingruppe teilzunehmen. Jetzt habe ich wieder mehr Freiheiten und freue mich, dass einer der Hauskreise unserer Gemeinde mich aufgenommen hat 🙂

In der letzten Zeit habe ich doch sehr gemerkt, dass mir die Gemeinschaft mit anderen Christen fehlt – der Austausch über die Bibel oder Glaubensthemen im Allgemeinen, das Gebet und eben auch der Raum für Fragen, Zweifel und Sorgen. Immer wieder kam mir das Bild von dem Kohlebecken in den Sinn, von dem ich einmal irgendwo gelesen oder gehört hatte: Wenn glühende Kohlen nahe beieinander liegen, halten sie sich gegenseitig warm – sie glühen und brennen und erwärmen ihre Umgebung. Wenn eine Kohle von den anderen getrennt wird, wenn sie abseits liegt, wird das Feuer in ihr schnell erlöschen.

Ich fühlte mich zunehmend wie diese eine abseits liegende Kohle, die den Kontakt zu den anderen Kohlen verloren hat, und der langsam kalt wird. Ich will nicht, dass das Feuer in mir an Kraft verliert oder gar ganz erlischt. Und ich spürte schon nach dem ersten Treffen, dass der Hauskreis die Glut in meinem Herzen wieder neu angefacht hat.

… versuche ich, die Hoffnung nicht zu verlieren.

So heiß der Sommer auch war, viel ist davon nicht mehr zu spüren. Bilde ich mir das nur ein, oder ist dieser September besonders kalt? Jeden Tag überlege ich, ob ich die Heizung heute aufdrehen kann, und entscheide mich dann doch dagegen: Lieber noch eine Strickjacke drüber oder ein paar dicke Socken an die Füße. Und mit Decke auf dem Sofa und Kerzen auf dem Tisch ist es ja auch ganz gemütlich…

Der Winter kommt, aber so viele Sorgen sind jetzt schon da. So viele schlechte Nachrichten, so viel Kälte, so viel Angst. Kaum haben wir das große C einigermaßen überstanden (haben wir das?), kam schon die nächste Krise und deren ganze Ausmaße werden wir wohl erst noch zu spüren bekommen.

Ich bin eigentlich ein sehr optimistischer Mensch; denke immer, dass nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird; und schließlich setze ich doch meine Hoffnung auf den Gott, der Himmel und Erde in seinen Händen hält! Und trotzdem fällt es mir angesichts der allgemeinen Stimmung und den sich überschlagenden schlechten Nachrichten schwer, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Wer weiß, was da noch alles auf uns zukommt, und auf unsere Kinder…

Es hilft tatsächlich ein bisschen, Nachrichten sparsam und bewusst zu konsumieren. Ganz ohne geht es wohl leider nicht, aber ich habe mein Lese- und Sehverhalten da schon angepasst.

Gott hat uns nie versprochen, dass es leicht wird, dass wir von allem verschont bleiben. Das Leben ist hart, es tut weh, es verlangt uns alles ab. So vieles haben wir nicht in der Hand, können nur hilflos zusehen, wie das, was uns sicher schien, vor unseren Augen zu Staub zerfällt. Manchmal fühle ich mich wie eine kleine Nussschale auf hoher See, die von den Wellen hin- und hergeworfen wird. Ausgeliefert.

Aber etwas hat Gott uns versprochen: Dass er bei uns ist. Dass er der Herr über alles ist. Dass er einen Plan hat für die Menschheit, für seine ganze Schöpfung. Und dass er alles neu machen wird.

Ich glaube daran. Ich halte daran fest. Gott ist da, und er wirkt. Sein Reich kommt, ja, es ist schon da, und es ist nicht von dieser Welt. Das ist die Hoffnung, die mich trägt und die mich auffängt, wenn ich falle.

… freue ich mich auf und über den Herbst, trotzdem.

Ja, ich will mich trotzdem auf den Herbst freuen und das Beste aus ihm machen: Wie gesagt, auch Strickjacken, Wollsocken, Decken, Kerzen, Tee und Suppe spenden Wärme – und Gemütlichkeit! Wir müssen Energie sparen, ja, aber das heißt nicht, dass wir auch an Gemeinschaft, Gemütlichkeit und Großzügigkeit geizen müssen – im Gegenteil! 

Ich wünsche mir, dass wir uns in der kalten, dunklen Jahreszeit gegenseitig Wärme und Licht schenken, mit den Mitteln, die wir haben. Dass wir einander einladen und bei Kerzenlicht (oder Kaminfeuer…) reichlich Kürbissuppe ausschenken. Dass wir hoffnungsvolle Briefe verschicken und unsere Fenster erleuchten. Dass wir uns treffen, um miteinander zu basteln und zu singen und zu spielen und dabei niemanden vergessen. Dass wir schenken und spenden und leihen und teilen, was wir haben.

Natürlich freue ich mich auch auf ganz viel Schönheit und Kreativität im Herbst! Neulich habe ich (endlich mal wieder) meine Ecke im Arbeitszimmer aufgeräumt, und dabei so viele Kreativbücher und -sets, Stifte und Papiere und leere Skizzenbücher gefunden, dass ich mir in der nächsten Zeit auf jeden Fall nichts Neues anschaffen werde. Stattdessen nehme ich mir vor, in den kommenden Monaten so viele Kreativmaterialien wie möglich zu nutzen und zu verbrauchen (meine Kinder helfen bestimmt gern dabei). Das spart Geld, schafft Platz und setzt Kreativität frei: Wenn ich mich selbst ein bisschen beschränke, wirkt das oft Wunder und die Ideen sprudeln nur so.

Und was ist noch wichtig im Herbst: Spaziergänge, um Kastanien, bunte Blätter und Sonnenstrahlen zu sammeln. Herzhafte Suppen und Eintöpfe – und süße Zimtschnecken. Gemütliche Film- und Spieleabende. Viele Bücher (vor-)lesen… Ja, doch, ich freue mich darauf!

Mit welchen Gefühlen und Gedanken gehst du in die kühle Jahreszeit? Was macht dir Hoffnung? Worauf freust du dich diesen Herbst? Und was ist deine liebste Art, Kürbis zuzubereiten?

Erzähl mir gern davon, in einem Kommentar oder auch per Mail!

Danke, dass du mir ein bisschen deiner Lebenszeit geschenkt hast 🙂

Alles Liebe, sei gesegnet und bis bald, wenn du magst!

deine Rebekka

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