Aquarell,  Bücherliebe,  Frühling,  Gedanken,  Gesellschaft,  Glaube,  Im Moment,  Leben mit Kindern

Im Moment…

{enthält unbeauftragte Werbung/ Verlinkungen}

Und schon ist es März… bald ist der Winter vorbei und die Natur erwacht mit aller Kraft. Die vergangenen Wochen waren so trüb und verregnet bei uns in Berlin, dass ich mich sehr nach Sonne und einem blauen Himmel sehne! Was sonst noch los ist bei mir und uns – nichts Spektakuläres, der ganz normale Alltagszirkus eben – habe ich hier aufgeschrieben.

Im Moment…

… lese ich:

Für 2020 habe ich mir vorgenommen, mindestens so viele Bücher zu lesen wie letztes Jahr. Und soweit es momentan aussieht, werde ich dieses Ziel auch erreichen: In den vergangenen zwei Monaten habe ich schon ein Drittel meines gesamten Lesepensums des Jahres 2019 geschafft!

Dabei lese ich gerade mehrere Bücher parallel – mit You are the girl for the job (Jess Connolly) bin ich fast durch, habe in der Zwischenzeit aber drei andere Bücher ausgelesen: The silence of the girls (Pat Barker), Educated (Tara Westover) und Little fires everywhere (Celeste Ng).

Die Autobiografie Educated hat mich gefesselt wie kein anderes Buch in letzter Zeit: Es ist unheimlich intensiv, berührend und gut geschrieben. Auch You are the girl for the job ist definitiv ein Lesetipp – ich habe es inzwischen schon dreimal verschenkt!

Als nächstes auf meiner Leseliste stehen Little Women (Louisa May Alcott) und Where the Crawdads sing (Delia Owens). Ich freue mich schon darauf!

… freue ich mich über Erstklässlerworte.

Das erste Schulhalbjahr ist vorbei und unsere Große ist ganz angekommen in ihrem neuen Kosmos. Das merken wir unter anderem an neuen (bisher noch ganz harmlosen) “Redewendungen”, die sich in ihren Wortschatz gemischt haben und daran, dass unsere Tochter scheinbar die gesamte Schülerschaft mit Namen kennt (das hat sie wohl von mir 🙂 ).

Ich erinnere mich noch gut an meine Schulanfangsphase und wie sehr mir das Schreiben- und Lesenlernen Spaß gemacht hat: Eine wunderbare neue Welt tat sich auf!

Einer Erstklässlerin beim Lesen- und Schreibenlernen zuzusehen und sie darin zu begleiten, macht auch unheimlich viel Spaß! Wenn möglich, liest sie jeden Tag für 10-15 Minuten mit einem von uns Eltern, und es ist einfach toll die Fortschritte mitzuerleben. Wie flüssig sie schon liest, mit Betonung, wie sie auch schwierige Wörter locker meistert und ein Buch nach dem anderen durch hat!

Und jetzt schreibt sie auch. Das finde ich fast noch besser. Sie beschriftet ihre Bilder, schreibt kleine, liebe Sätze in Notizblöcke – oder auch Hinweisschilder für Hundebesitzer. Es ist fantastisch (und das mit der Rechtschreibung kommt auch noch)!

… bin ich manchmal unzufrieden.

Ich weiß nicht, ob es an meiner hormonellen Verfassung liegt, an “feministischen” Artikeln, die ich lese, am verflixten 7. Jahr oder an tatsächlich existierenden Missständen: Derzeit bin ich immer wieder mit der Gesamtsituation unzufrieden.

Mit der Tatsache, dass ich (seit 7 Jahren) primär für Haushalt und Kinder zuständig bin, dass immer ich die Betreuung der kranken Kinder übernehme, dass immer ich die Kinderbetreuung organisieren muss, dass immer ich an alles denken muss, dass immer ich beruflich zurückstecke, damit das Familienleben nicht darunter leidet.

Auf der einen Seite leuchtet mir das ja auch ein: Mein Mann arbeitet in Vollzeit und verdient das Geld für unseren Lebensunterhalt. Er hat einen Chef, dem gegenüber er Rechenschaft ablegen muss – ich nicht. Er verlässt das Haus jeden Morgen extra früh, damit er nachmittags noch Zeit mit den Kindern verbringen kann. Mein Mann geht mit den Kindern einkaufen, er hilft auch mit im Haushalt und unternimmt Ausflüge mit den Kindern, auch mal ohne mich. Eigentlich kann ich mich da doch gar nicht beschweren… oder?

Und doch wünsche ich mir manchmal mehr Gleichberechtigung: Dass ich mehr arbeite (und verdiene) und er weniger. Dass auch er die Kinder mal zur Schule oder zum Arzt bringt. Dass wir den Haushalt gemeinsam erledigen. Dass nicht automatisch klar ist, wessen Termin Priorität hat.

Klar, ich habe mir dieses Modell selbst ausgesucht und schätze gewisse Vorteile (flexible Arbeitszeiten, für die Kinder da sein können, ich liebe meine Arbeit und die Selbstständigkeit). Klar, die Kinder werden älter und selbstständiger. Ich werde mit der Zeit mehr und mehr Freiräume bekommen und auch mehr arbeiten (und Geld verdienen) können.

Trotzdem fällt es mir zur Zeit schwer, darauf zu warten und einfach zu akzeptieren, dass bei mir alle Fäden zusammenlaufen, dass ich die mental load zum Großteil trage. Dass eben ich es bin, die an “alles” denken muss (und zu einem gewissen Teil auch will, Kontroll-Freak und so…). So sehr ich mich bemühe, dankbar zu sein und mich auf die positiven Seiten zu fokussieren – eine gewisse Unzufriedenheit bleibt. Dabei möchte ich doch eine Frau sein, die gerne dient, die nicht aufrechnet und die vor allem an das Wohl der anderen denkt… meine christlich-konservative Prägung ist eine weitere Stimme, die in meinem Kopf dazu mitmischt.

Ich bin ein Mensch, der Dinge gern optimiert, der Veränderung sucht, wenn etwas nicht passt. Es fällt mir schwer, unangenehme Umstände einfach so hinzunehmen. Vielleicht ist das für mich ein Lernfeld. Vielleicht können wir als Paar, als Familie aber auch etwas verändern und für mehr Zufriedenheit sorgen – wie auch immer das aussehen mag.

… fasziniert mich urban watercolor.

Als ich zum ersten Mal eine Urban Watercolor-Illustration auf dem Instagram-Account von May & Berry sah, war ich gleich angefixt: Häuser und Straßenszenen im zarten, lockeren Aquarell-Stil – genau die richtige Herausforderung für mich.

Eigentlich zeichne und male ich keine Architektur, aber die Urban Watercolor-Motive gefallen mir so gut, dass ich es einfach ausprobieren muss. Auf Pinterest habe ich mir ein Board zur Inspiration angelegt und schon ein erstes Motiv umgesetzt: Häuser in Lissabon.

Das war deutlich aufwändiger als meine sonstigen Aquarell-Bilder, aber es hat total viel Spaß gemacht und ist richtig schön geworden 🙂

… arbeite ich am 1. Kinder-LoveLetter.

Wenn ich gerade nicht an meinen wöchentlichen Passionsbriefen schreibe, werkele ich am ersten LoveLetter für Kinder, der Ende des Monats erscheinen wird.

Die Idee dafür trage ich schon länger mit mir herum, aber jetzt will ich sie endlich angehen und umsetzen: Ein bunter, kreativer Brief für Kinder, mit der wichtigsten Botschaft der Welt: Du bist geliebt, du bist Gottes Lieblingskind.

Der Kinder-LoveLetter ist für Kinder im Grundschulalter konzipiert, etwa ab 5 Jahren, und er wird neben Ermutigung und Ideen auch etwas zum Basteln, Malen, Spielen und (Vor-)Lesen enthalten. Die Auflage ist wie immer limitiert – wenn ihr also eure Kinder, Nichten, Neffen, Enkel, Nachbarsjungs, Patentöchter… mit einer Wundertüte im Briefkasten überraschen möchtet, solltet ihr lieber nicht zu lange warten!

Ende März gehen die Briefe raus – bestellen könnt ihr ganz einfach HIER.

… freue ich mich auf den Frühling.

Jede Jahreszeit hat für mich ihren Reiz. Wenn ich jemanden kurz nach Weihnachten sagen höre, jetzt wäre es mal Zeit für den Frühling, schüttle ich innerlich heftig den Kopf. Januar und Februar sind Wintermonate – wenn dieser Winter auch der erste in meiner persönlichen Erinnerung ist, in dem keine einzige Schneeflocke liegen geblieben ist (!). Ich hätte nichts gegen etwas mehr Winter, Kälte, Eis und Schnee gehabt…

Aber jetzt ist März. Und März bedeutet Frühling! Jetzt kann es von mir aus losgehen mit Vogelgezwitscher, Knospen, Blumen, Farben, Sonne, Licht!

Ich stelle Tulpen, Narzissen, Ranunkeln und Hyazinthen in die Wohnung. Ich liebe es, dass die Tage wieder länger werden und die Vögel morgens singen, wenn die Sonne aufgeht. Bald räume ich die Winterdeko weg (und hoffentlich auch die Winterstiefel und dicken Jacken).

… mag ich keine Nachrichten mehr sehen oder hören.

Die Thüringen-Wahl, rassistisch motivierte Morde, Klimawandel, Flüchtlingskrise, Corona-Panik… ich kann und will das alles eigentlich nicht mehr hören! Vielleicht sollte ich jetzt noch anfangen und in den restlichen Wochen der Fastenzeit auf Nachrichten verzichten. Sie ziehen mich doch nur runter und machen kann ich sowieso nicht viel.

All die Angstmache, die Hamsterkäufe, die Schwarzmalerei – all dem möchte ich keinen Raum in meinem Leben geben. Das heißt nicht, dass ich die Augen verschließe vor dem, was in der Welt vor sich geht, dass ich so tun möchte, als gäbe es all die Probleme (die tatsächlichen und die ausgedachten bzw. aufgebauschten) gar nicht.

Das heißt, dass ich in all dem auf Jesus schauen möchte. Er ist es, der mein Leben und uns alle, den ganzen Planeten Erde, in seiner Hand hält. Der die Kontrolle hat. Das letzte Wort. Der alles neu machen wird. Ach, wie freue ich mich auf den neuen Himmel und die neue Erde! Es ist so befreiend zu wissen, dass das hier nicht alles ist.

Ich will mich nicht sorgen, will nicht bitter oder hoffnungslos oder zynisch werden. Wenn ich zu viel Nachrichten konsumiere, wird aber genau das passieren. Ich denke, es ist notwendig, den täglichen Input schlechter Nachrichten sorgsam zu dosieren und ihm eine ordentliche Portion Liebe und Hoffnung entgegenzusetzen – zum Beispiel so:

  • Gespräche mit positiven, aktiven Menschen führen
  • die Schönheit der Schöpfung genießen
  • Zeit mit (meinen) Kindern verbringen
  • kreativ werden
  • Tischgemeinschaft pflegen
  • Singen und Tanzen zu Lobpreismusik
  • Bibellesen
  • praktischen Taten der Nächstenliebe…

… das alles müsste man der Menschheit verordnen, als wirksamstes Gegenmittel.

… versuche ich, in Freiheit zu leben.

In den letzten zwei Monaten begegnete mir das Thema Freiheit immer wieder: Sei es beim Lesen des Galaterbriefes im Hauskreis, im Monatsspruch für Februar, in Büchern, Liedern oder Instagram-Posts. Das deutet für mich sehr darauf hin, dass Gott mir hier etwas zeigen möchte.

Als ich darüber nachdachte, wurde mir bewusst, dass ich zwar ziemlich viel äußere Freiheit genieße (und ich so dankbar bin, in diesem Land, zu dieser Zeit, so privilegiert und dadurch frei leben zu dürfen!), es mir aber oft an innerer Freiheit mangelt: Ich tue Dinge, von denen ich eigentlich weiß, dass sie mir nicht gut tun. Und ich lasse dafür die Gewohnheiten schleifen, die gesund und wertvoll sind. Ich halte an Groll und alten Verletzungen fest anstatt zu verzeihen.

Und das, obwohl Jesus mich doch frei gemacht hat! Ich bleibe im Gerichtssaal sitzen, obwohl ich längst freigesprochen bin. Die Freiheit bleibt Theorie – weil ich weiterhin wie eine Gefangene lebe.

Die Erkenntnis allein bringt (leider) keine 180-Grad-Wende mit sich. Es ist nicht sofort alles anders geworden. Aber allein das Wissen: Ich bin frei und darf frei leben! hat etwas in mir gelöst. Gott möchte mich nicht kleinhalten, mich nicht einsperren oder gar bestrafen. Ich bin doch sein geliebtes Kind! Gott möchte, dass ich meine Flügel ausbreite, tief Luft hole, Ketten abschüttle, über Mauern springe. Dafür hat er alles gegeben.

Ich freue mich darauf, die Freiheit, die Jesus schenkt, mehr und mehr zu entdecken!

Was ist bei euch los, im Moment? Erzählt doch mal 🙂

2 Kommentare

  • Iris

    Hallo Rebekka

    Danke für deine Momentaufname und den Einblick in dein Leben imBlog. Das Urban Water Coloring Motiv von Lissabon ist klasse. Es kommt gleich ein bisschen Fernweh und Erinnerungen auf.

    Liebe Grüsse

    Iris

  • Tabea Gerber

    Liebe Rebekka

    Vielen Dank für diese Worte:
    “Das heißt, dass ich in all dem auf Jesus schauen möchte. Er ist es, der mein Leben und uns alle, den ganzen Planeten Erde, in seiner Hand hält. Der die Kontrolle hat. Das letzte Wort. Der alles neu machen wird. Ach, wie freue ich mich auf den neuen Himmel und die neue Erde! Es ist so befreiend zu wissen, dass das hier nicht alles ist.”

    Du sprichst mir aus der Seele!

    Sei gesegnet
    Tabea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.